Montag, 30. Juli 2018

Beleidigungen am Steuer sind teuer

Ob verbale Entgleisungen wie „Arschloch“, „Blöde Kuh“ und „Wichser“ oder obszöne Gesten wie der ausgestreckte Mittelfinger: Wer andere im Straßenverkehr derart beleidigt, muss in Deutschland mit empfindlichen Strafen rechnen. Darauf weist die „ADAC Motorwelt“ in der aktuellen Ausgabe hin. Denn rechtlich handele es sich dabei um Straftaten.

Wer andere im Straßenverkehr beleidigt, muss in Deutschland mit empfindlichen Strafen rechnen.
Wer andere im Straßenverkehr beleidigt, muss in Deutschland mit empfindlichen Strafen rechnen. - Foto: © shutterstock

Feste Strafen für bestimmte Ausdrücke oder Gesten gibt es aber nicht. Normalerweise belegen Gerichte solche Beleidigungen mit 20 bis 30 Tagessätzen. Der Betrag hängt also vom monatlichen Einkommen ab. So kosteten im Einzelfall Kraftausdrücke wie „Blöde Kuh“, „Arschloch“ oder „Wichser“ 1000 Euro, nennt die Clubzeitschrift des ADAC Beispiele. In anderen Fällen gingen Beklagte demnach allerdings mit Begriffen wie „Wegelagerer“, „Oberförster“ oder auch „Komischer Vogel“ gegenüber Polizisten straffrei aus.

Beschimpfen sich 2 Kontrahenten im selben Streit gegenseitig, können Gerichte das gegeneinander aufwiegen – und beide freisprechen.

dpa

stol