Samstag, 23. Juli 2016

Bello nicht im Auto lassen

Der Hochsommer ist dafür bekannt, heiß zu sein. Öfters geraten Hunde in überhitzten Autos in Gefahr. Darauf weist der Südtiroler Tierfreundeverein hin.

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Foto: © shutterstock

"Die Hitzeentwicklung in einem geschlossenen, abgestellten Auto wird üblicherweise total unterschätzt. Dabei wird auch ein im Schatten geparktes Auto sehr schnell zum Backofen" schreibt der Verein in einer Zuschrift. "Selbst bei nur 20 Grad Celsius Außentemperatur dauert es nur wenige Minuten, bis sich die Luft im Auto aufheizt."

Das Fenster einen Spalt breit zu öffnen, nützt nichts, da es ohne fehlende Luftzirkulation nicht möglich ist, die Innentemperatur im Fahrzeug zu senken.

Zunächst versucht ein Hund durch Hecheln seinen Körper abzukühlen. Andere Möglichkeiten hat er nicht, da er kaum Schweißdrüsen besitzt.

Innerhalb kürzester Zeit hilft das Hecheln auch nichts mehr: Die Hunde erleiden einen Herzstillstand oder irreparable Schäden an den Organen, welche selbst dann noch eintreten können, wenn das Tier bereits aus der Gefahrenzone befreit worden ist.

Die wichtigsten Indizien für eine Überhitzung sind: Apathie, Hecheln, dunkle Zunge, glasiger Blick.

Übrigens: Jedes Lebewesen ist in einem überhitzten Auto in Lebensgefahr, nicht nur Hunde.

Schnelle Hilfe dringend nötig

Wer einen Hund in einem derartigen Zustand entdeckt, muss umgehend handeln. Wenn möglich, ist sofort der Besitzer zu verständigen und der Hund zu befreien.

Sollte dies nicht möglich sein, ist umgehend die Polizei oder die Feuerwehr zu verständigen.

Bis zu deren Eintreffen muss man versuchen, den Wagen gegen die Sonne abzudunkeln und mit Wasser zu kühlen.

Den Wagen gewaltsam zu öffnen oder das Fenster einzuschlagen, ist Privaten nicht erlaubt. Dies dürfen nur die angeforderten Sicherheitsbeamten tun.

Saftige Strafen für Hundehalter

Einen Hund im Auto einzuschließen und ihm damit zu schaden, gilt als Tierquälerei und somit als Straftat.

"Der Tatbestand der Tierquälerei wird mit Gefängnisstrafen von ein bis drei Jahren und mit einem Bußgeld zwischen 3000 und 15.000 Euro bestraft", schreibt der Tierfreundeverein.

stol

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