Der 34-Jährige hat im September seine Isolationshaft im Gefängnis von Montorio in Verona beendet. <BR /><BR />Laut dem „Alto Adige“ hat er ein sogenanntes Wiedergutmachungsverfahren gestartet, dem zwei Tanten zugestimmt haben. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Verfahren, eingeführt von der Cartabia-Reform, dass darauf abzielt, die durch die Straftat zerbrochenen Beziehungen wiederherzustellen. <BR /><BR />Die Treffen sollen einmal im Monat stattfinden. <h3>Kein Kontakt zu Schwester Madé</h3>Zu seiner Schwester Madé hat er derzeit keinen Kontakt. „Ein Weg der Wiedergutmachungsjustiz“, kommentiert Carlo Bertacchi, Anwalt von Madé Neumair, in der Zeitung, „würde notwendigerweise über die Anerkennung der eigenen Verantwortung führen, was bis heute nie geschehen ist. Benno hat nie Kontakt zu Madé gesucht.“<BR /><BR />„Benno hat sich trotz seines komplexen Charakters positiv in die Gefängnisstruktur integriert. Anfangs befürchtete man, dass er aufgrund seiner Störungen selbstverletzendes Verhalten zeigen könnte, aber er hat nie Probleme verursacht: Er verhält sich ruhig und ausgeglichen“, berichtet hingegen Benno Neumairs Anwalt Flavio Moccia. So bringt er u. a. anderen Mithäftlingen das Schachspielen bei. <BR /><BR />Der Bozner war im Oktober 2022 vom Schwurgericht wegen des Mordes an seinen Eltern zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Am 4. Jänner 2021 strangulierte er zuerst seinen Vater Peter Neumair und dann seine Mutter Laura Perselli in deren Wohnung in Bozen und warf die beiden Leichen anschließend in die Etsch.<BR /><BR />Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.