Samstag, 23. Juli 2016

Bereits 4 folgenschwere Anschläge in München

Schon zum vierten Mal ist die bayerische Metropole am Freitag Schauplatz eines blutigen Anschlags mit vielen Toten geworden. Ein Rückblick:

Ein ausgebrannter Polizeihubschrauber nach der gescheiterten Befreiungsaktion im Zuge der Geiselnahme während der Olympischen Spiele 1972.
Ein ausgebrannter Polizeihubschrauber nach der gescheiterten Befreiungsaktion im Zuge der Geiselnahme während der Olympischen Spiele 1972. - Foto: © D

Februar 1970: 7 Menschen sterben bei einem nächtlichen Brandanschlag auf das Altersheim der Israelitischen Kultusgemeinde in München. Brennendes Benzin im Flur hatte den Opfern den Fluchtweg versperrt. Wer für das verheerende Attentat auf die jüdischen Bewohner, darunter zwei KZ-Überlebende, verantwortlich ist, wird nie geklärt.

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Ein Terrorist (rechts) spricht am 5. September 1972 im israelischen Teamquartier im Olympischen Dorf der Münchner Sommerspiele unter anderen mit dem ehemaligen Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (3.v.l.). Die Geiselnahme endet blutig: 11 Geiseln, 5 Geiselnehmer und ein Polizist sterben. - Foto: dpa

September 1972: Während der Olympischen Spiele überfallen 8 Palästinenser der Organisation „Schwarzer September“ das Quartier der israelischen Mannschaft im Olympiadorf. Die Terroristen fordern die Freilassung von 200 in Israel inhaftierten Arabern. 2 jüdische Sportler werden erschossen, 9 weitere als Geiseln genommen. Die Befreiungsaktion der Polizei scheitert: Alle 9 Geiseln und ein deutscher Polizist sterben. Auch 5 Terroristen werden getötet.

September 1980: Auf dem Oktoberfest explodiert die Bombe eines Rechtsradikalen. 13 Menschen, darunter drei Kinder, werden getötet, mehr als 200 verletzt. Auch Jahrzehnte danach gibt es Zweifel, ob der 21-jährige Gundolf Köhler die Tat allein begangen hat. Köhler war Anhänger der verbotenen rechtsextremistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Er starb bei der Explosion.

apa/dpa

stol