Dienstag, 24. März 2020

Bereits 6820 Coronavirus-Todesopfer in Italien

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist am Dienstag erneut stark angestiegen.

Italien wurde von der Corona-Krise schwer getroffen.
Italien wurde von der Corona-Krise schwer getroffen. - Foto: © APA (AFP) / FILIPPO MONTEFORTE
743 zusätzliche Todesopfer wurden am Dienstag gemeldet. Der Zuwachs war damit höher als in den vergangenen zwei Tagen. Die Gesamtzahl der Todesopfer wegen des Covid-19-Virus in Italien stieg damit auf 6820.

Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69.000. Dabei waren 3612 Neuinfektionen zu verzeichnen, etwas weniger als noch am Montag (3780). Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit.

8326 Patienten sind inzwischen genesen. 3393 Patienten befinden sich auf Intensivstation, das sind 6 Prozent aller Infizierten. Italien ist das weltweit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land.

In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden allein 402 zusätzliche Todesopfer verzeichnet. Insgesamt liegt die Zahl der Corona-Toten in der norditalienischen Region damit bei 4178. Die Zahl der Infizierten in der Lombardei wuchs bis Dienstag von 18.919 auf 19.868. 9711 Menschen liegen in den lombardischen Krankenhäusern, 1194 davon auf der Intensivstation.

Nach der Lombardei sind nach wie vor die Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen italienischen Regionen.

Die Sanitäter zahlen einen hohen Preis für ihren Einsatz im Kampf gegen die Pandemie. 25 Ärzte sind seit Beginn der Seuche vor über einem Monat gestorben.

Scharfe Kontrollen

Die meisten Italiener scheinen die strengen Eindämmungsmaßnahmen der Regierung inzwischen akzeptiert zu haben. Großstädte wie Mailand, Neapel, Rom und Florenz machten in den vergangenen Tagen einen verwaisten Eindruck.

Italiens Polizei kontrollierte seit Einführung der Ausgangsverbote vor zwei Wochen mehr als 2 Millionen Menschen. Das meldete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Innenministerium in Rom. Dabei dürfen die Sicherheitskräfte auch offiziell Drohnen zur Überwachung nutzen.

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apa/stol

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