Dienstag, 17. Januar 2017

Berg- und Flugpionier Erich Abram gestorben

Im seinem 95. Lebensjahr ist am Montag der Berg- und Flugpionier Erich Abram in seiner Wohnung in Bozen friedlich eingeschlafen. Berühmt geworden ist Abram vor allem wegen seiner K2-Expedition im Frühling 1954.

Erich Abram ist am Montag in Bozen gestorben.
Badge Local
Erich Abram ist am Montag in Bozen gestorben. - Foto: © D

Südtirols Bergsteigerwelt trauert: Erich Abram, einer der bekanntesten Alpinisten und Erstbesteiger der Nachkriegszeit, ist am Montag im Alter von 94 Jahren in seiner Heimatstadt Bozen gestorben. Abram ist 1922 in Sterzing geboren, ist dann aber in Bozen aufgewachsen.

Er hat im Dolomitengebiet zahlreiche Erstbesteigungen und -begehungen durchgeführt und war auch bei zahllosen Rettungseinsätzen am Berg dabei.

Im Frühling 1954 zählte er zusammen mit Achille Compagnoni, Lino Lacedelli und Walter Bonatti zu jener italienischen K2-Expedition, die Compagnoni und Lacedelli mit der Gipfelbesteigung krönten.

Erich Abram (rechts) mit Walter Bonatti 1954 bei der K2-Expedition. - Archivbild "D"

Anschließend widmete sich Abram mit Leidenschaft der Fliegerei und hat auch zahlreiche Hubschrauber-Rettungseinsätze durchgeführt. 

Erich Abram wurde sowohl vom AVS als auch vom CAI die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Bis ins hohe Alter war Erich Abram rüstig geblieben und stets zu Späßen aufgelegt. "Er ist immer ein Lausbub geblieben", erinnern sich seine Freunde.

stol/ds

stol