Freitag, 23. April 2021

Berg- und Höhlenrettung im CNSAS: 1229 Einsätze im Vorjahr

Die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung im CNSAS hat die Daten ihrer Tätigkeit für das Jahr 2020. Bedingt durch den langen Lockdown, gab es weniger Einsätze in den Monaten März, April und Dezember, aber erheblich mehr Rettungseinsätze in den Sommermonaten.

Die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung im CNSAS rückte 2020 mehr als 1220-mal aus.
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Die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung im CNSAS rückte 2020 mehr als 1220-mal aus. - Foto: © Alan Bianchi
Insgesamt wurden 1229 Einsätze durchgeführt, davon 1158 in unwegsamem Gelände, mit dem Einsatz von 3654 Bergrettern, die fast 8.000 Gesamteinsatzstunden leisteten. Bei den Einsätzen konnten 31 Menschen leider nur mehr tot geborgen werden.

Bei den alpinen Rettungseinsätze gab es 437 Wanderunfälle (36 Prozent), gefolgt von Unfällen beim Skifahren, dem Mountainbiken (8,2) und dem Bergsteigen, mit 35 Verletzten (3). Bei den Unfallursachen liegen Stürze und/oder Ausrutschen mit 637 Fällen (52,5) an der Spitze der Liste, gefolgt von Krankheiten mit 124 (10).

An dritter Stelle wird "Unfähigkeit" (16,3), mit Erschöpfung, Eintritt der Dunkelheit und Orientierungslosigkeit angeführt. Insgesamt wurden 1214 Personen gerettet, davon waren 267 unverletzt (22), 725 leicht verletzt (60), 164 schwer verletzt (13,5), 19 befanden sich in unmittelbarer Todesgefahr (1,5 ), 31 starben (2,5) und 8 wurden vermisst (0,5).

Im Sommer waren die Berge erneut bevorzugtes Ziel von Touristen, von denen viele zum ersten Mal dort ihren Urlaub verbrachten. Einige haben sich den Bergen ohne der nötigen Vertrautheit und Erfahrung genähert.

Dies ist auch der Grund dafür, dass die Einsätze der Berg- und Höhlenrettung im Sommer italienweit um 45 Prozent gestiegen sind.

ansa/fm