Es ist 17 Uhr am Mittwoch, 3. Mai, als die Babyglocke des Roten Kreuzes in Bergamo klingelt. Ein kleines Baby liegt in der Babyklappe. Während sich die Mitarbeiter versichern, dass es dem Mädchen gut geht, dass ihm nicht kalt ist, klingelt es zum zweiten Mal. Ein Brief liegt in der Klappe. Darin steht: „Geboren heute Morgen, 3. Mai 2023, zu Hause. Nur ich und sie, wie auch sonst in diesen 9 Monaten. Ich kann nicht, aber ich wünsche ihr alles Gute und Glück der Welt. Ein Kuss für immer von Mama. Ich vertraue euch ein wichtiges Stück meines Lebens an, das ich sicher nie vergessen werde.“<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mailand-baby-tot-in-einem-caritas-container-aufgefunden" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Nur wenige Tage nach dem Fund eines toten neugeborenen Mädchens in einer Kleidertonne in Mailand berührt die Geschichte von Noemi Italien.</a><BR /><BR />Noemi wiegt 2,9 Kilo und ist wohlauf. Nach ihren Gesichtszügen zu urteilen könnte sie südamerikanischen Ursprungs sein, meldet der „Corriere della Sera“. <h3> Babyklappe in Bergamo zum ersten Mal seit 4 Jahren gebraucht</h3>Es ist das erste Mal, dass eine Mutter die Babyklappe genutzt hat, die sich seit 4 Jahren am Hauptsitz des Roten Kreuzes in Bergamo befindet. Die Klappe wird von der Italienischen Vereinigung der Frauenärzte betrieben, ist beheizt und verfügt über ein Laken, eine Decke und ein Set mit Wiederbelebungsmaßnahmen für den Notfall. <BR /><BR />Wenn sich die Klappe öffnet, werden ein Alarm und eine Kamera aktiviert. Der Mutter wird absolute Anonymität garantiert, wie in einem Krankenhaus. Über Noemis Zukunft wird nun das Jugendgericht von Brescia entscheiden.