"Eine solche Befürchtung entbehrt jeder Grundlage, tun wir doch seit Jahren alles, um Südtirol auch in Zukunft gentechnikfrei zu halten", so die Landesräte.Die Befürchtung der Grünen, im Entwurf des Naturschutzgesetzes versuche die Landesregierung, sich ein Hintertürchen für die Zulassung von gentechnisch verändertem Saatgut offenzuhalten, laufe ins Leere. "Wir gehören seit Jahren zur europäischen Speerspitze, wenn es um das Verbot gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft geht, wir sind Teil des entsprechenden Netzwerks, sind in Italien federführend in diesem Sachbereich und haben das derzeit geltende Verbot der Gentechnik-Aussaat durchgesetzt", so Berger. "Es wäre also absurd, wenn wir uns jetzt ein rechtliches Schlupfloch suchen würden, diese unsere jahrelangen Bemühungen zu unterlaufen", ergänzt Laimer.Der beanstandete Passus im Naturschutzgesetz sei lediglich nach dem Motto "Doppelt genäht hält besser" formuliert worden. "Sollten rechtliche Einwände gegen die derzeit geltende Übergangsbestimmung vorgebracht werden, die ein zeitlich begrenztes Aussaatverbots gentechnisch veränderter Organismen in Südtirol vorsieht, hätten wir hier - in Erwartung der neuen Koexistenzregelung - ein zusätzliches Instrument, unsere Anti-Gentechnik-Politik fortzuführen", so die beiden Landesräte."Grundsätzlich glaube ich, dass die Zeit für uns arbeitet, weil die Front der Gentechnik-Gegner auch innerhalb der Mitgliedstaaten der EU immer breiter wird", erklärt Berger.