Freitag, 03. April 2020

Bergführer: „Ausgangsbeschränkungen strengstens einhalten“

Wandern, Klettern, Bergsteigen, Skitouren, kurz: Aktivitäten in der Bergwelt sind das Metier der Südtiroler Berg- und Skiführer sowie der Wanderleiter. Trotzdem ruft ihre Berufskammer alle Südtiroler dazu auf, die geltenden Ausgangsbeschränkungen strengstens einzuhalten und von Touren jeglicher Art Abstand zu nehmen. „Je strenger wir alle die Regeln einhalten, desto früher können wir wieder starten“, sagt Verbandspräsident Kurt Walde.

Das Wandern in Südtirol – im Bild die Seiser Alm mit Langkofelgruppe – ist derzeit nicht erlaubt.
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Das Wandern in Südtirol – im Bild die Seiser Alm mit Langkofelgruppe – ist derzeit nicht erlaubt. - Foto: © shutterstock
Auch die Bergführer und Wanderleiter machen in der Coronakrise schwierige Zeiten durch – die vielleicht schwierigsten in ihrer jüngeren Geschichte.

Schließlich steht ihre Tätigkeit, wie jene vieler anderer Berufsgruppen, gänzlich still, Einkünfte bleiben entsprechend aus.

„Uns treffen die Ausgangsbeschränkungen natürlich hart“, sagt Präsident Kurt Walde, „weil sie uns schlicht und einfach von unserem Arbeitsplatz abschneiden“. Zudem stehen auch der Lehrgang der Kammer für Bergführer und die Ausbildung für Wanderleiter derzeit still.

Zudem sei noch unklar, wann und wie nach Ende der Krise der Tourismus wieder in Schwung komme, der trotz des immer wichtiger werdenden heimischen Marktes immer noch ein zentrales Standbein der Berg- und Skiführer sowie der Wanderleiter sei.

Vor diesem Hintergrund ruft Bergführer-Präsident Walde alle Südtirolerinnen und Südtiroler dazu auf, sich strengstens an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, Aktivitäten an der frischen Luft auf die unmittelbare Umgebung zu beschränken und keinerlei Wanderungen, Berg- oder Skitouren zu unternehmen.

„Gerade wir als Naturmenschen wissen, wie schwer das fällt und wie sehr man sich – vor allem bei diesem Wetter – nach draußen sehnt, aber wir sind es unserer Gesundheit und jener der Älteren und Schwächeren schuldig“, so Walde.

Er führt noch ein zweites Argument ins Feld: Je disziplinierter nun alle seien, desto kürzer dauere die Coronakrise an. „Und je kürzer die Krise, desto kürzer müssen wir auf Touren verzichten und desto schneller können wir alle wieder in unsere geliebten Berge starten“, mahnt Präsident Kurt Walde im Namen aller seiner Berufskollegen.

liz

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