Diese Fahrt zu einem medizinischen Notfall hätte schlimm enden können.<BR /><BR />Ein Einheimischer aus dem Tal ist der Bergrettung Sarntal seit etwa eineinhalb Jahren alles andere als gut gesinnt: „Wir wissen aber nicht warum“, sagt Nussbaumer, bei dem der Schock über das Vorgefallene noch tief sitzt. „Sobald er einen Bergretter in Dienstkleidung sieht, beschimpft und bedroht er ihn. Wir machen nur unsere Arbeit, freiwillig und unentgeltlich, und müssen uns leider alles gefallen lassen.“ Am Samstagabend sei der Sarner mittleren Alters aber zu weit gegangen.<h3> „Wir werden ihn anzeigen“</h3>„Wir werden ihn anzeigen, sonst gibt es irgendwann Verletzte oder gar Tote“, kündigt Nussbaumer an. Was ist am Samstag genau passiert? Es war um 19.40 Uhr, als die Bergrettung Sarntal über die Landesnotrufzentrale zu einem medizinischen Notfall gerufen wurde – zeitgleich mit der Landesflugrettung. Einige Freiwillige eilten unverzüglich zu ihrer Rettungsstelle in Astfeld. <BR /><BR />Plötzlich tauchte dort auch der Einheimische auf und fing wieder damit an, die Bergretter zu beschimpfen. „Wir haben ihn nicht beachtet und sind einfach losgefahren“, betont Karl Nussbauer, der selbst im Einsatz war. Mit seinem Auto verfolgte der Einheimische dann den Land Rover der Bergretter, der mit Blaulicht und Folgehornton unterwegs war. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="809168_image" /></div> <BR /><BR />„Plötzlich fuhr er mit seinem Auto neben uns und versuchte, uns von der Straße zu drängen“, berichtet der Rettungsstellenleiter. „Dann kam ein Auto entgegen, weshalb sich der Einheimische wieder hinter uns einreihen musste. Dann fuhr er wieder neben uns und versuchte erneut, uns von der Fahrbahn zu drängen. Schon während dieses Vorfalls haben wir über den Notruf 112 die Carabinieri alarmiert.“ <h3> <b>„Guter Fahrer, der geistesgegenwärtig reagiert hat“</b></h3>Und er ergänzt: „Zum Glück hatten wir einen guten Fahrer, der geistesgegenwärtig reagiert hat. Sobald dieser Verrückte mit seinem Auto wieder hinter uns war, fuhren wir immer möglichst in der Mitte der Straße, sodass er auch hinter uns bleiben musste.“ Auf der Forststraße, die zum Einsatzort führte, angekommen, sei der Sarner wieder ausgestiegen, um die Retter zu beschimpfen. <BR /><BR />„Wir haben ihm erklärt, dass wir einem Patienten zu Hilfe eilen müssen. Dann sind wir weitergefahren, als der fünfte Retter zugestiegen war“, betont Nussbauer. „Letzterer war mit seinem Privatauto bis zur Forststraße gekommen. Als wir den Einsatz beendet hatten, fuhren wir zurück. Dann haben mir bemerkt, dass ein Rückspiegel vom Privatauto des Kollegen abgerissen war. Am Pkw waren auch Kratzer zu sehen.“<BR /><BR />Enttäuscht ist Nussbaumer von den Carabinieri: „Wir haben sie am Samstag 2-mal gerufen, gekommen sind sie aber nicht. Am Sonntag hätten sie sich bei uns melden sollen, was aber nicht der Fall war. Wir hoffen, dass sie jetzt etwas unternehmen, damit wir unserem Ehrenamt nachgehen können, ohne von diesem Verrückten in Gefahr gebracht zu werden.“ <BR /><BR /><BR /><BR />