Darauf wurden ein erster Rettungsversuch mit einem Rettungshubschrauber aus dem Trentino und etwas später ein weiterer Versuch mit dem Hubschrauber des Aiut Alpin Dolomites gestartet. Beide Versuche scheiterten aber aufgrund des schlechten Wetters bzw. des Nebels. Zwei Männer des Bergrettungsdienstes Gröden sowie des Bergrettungsdienstes aus dem Fassatal wurden darauf mittels Hubschrauber nahe an die drei Männer geflogen, um diese zu Fuß zu retten. Auf Grund der Dunkelheit und des nahenden schlechten Wetters, aber auch weil die Bergsteiger nicht verletzt waren, entschloss man sich jedoch die Bergung zu unterbrechen und auf den Sonntagmorgen zu warten."Als wir oben ankamen war es schon dunkel, es regnete und es nahte ein weiteres Gewitter. Zudem ist das Gelände am Zahnkofel extrem schwierig und Nachts unberechenbar. Wir haben uns entschlossen, die Bergung aus Sicherheitsgründen abzubrechen", erklärte Christoph Piccolruaz, Bergführer und Mitglied des Bergrettungsdienstes Gröden, der am Samstagabend vor Ort war. Die Männer, die die Nacht auf ca. 2.800 Metern Höhe verbringen mussten, wurden am Sonntagmorgen gerettet.Am frühen Morgen hat der Hubschrauber des Aiut Alpin Dolomites versucht, den Zahnkofel in der Langkofelgruppe anzufliegen, der aber von dichtem Nebel umgeben war. Deshalb starteten Rettungsmänner des Bergrettungsdienstes Fassatal zu Fuß, um die drei Bergsteiger zu erreichen. In der Zwischenzeit wartete der Hubschrauber des Aiut Alpin Dolomites am Sellajoch auf ein "Lichtfenster", das sich dann im Laufe des frühen Vormittags für einige Minuten öffnete. Die drei italienischen Bergsteiger konnten mittels Hubschrauber, zwar etwas unterkühlt aber unverletzt, aus der Wand geborgen werden.Die Rettungsmänner aus Fassa, die mittlerweile schon in der Wand waren, konnten umkehren.Appell an BergsteigerZeitgleich mussten am Samstagabend am Fünffinger weitere Kletterer gerettet werden, die sich beim Abstieg verirrt hatten. Das Gelände und die Situation hierbei ließen in diesem Fall eine Bergung zu. Die Bergsteiger wurden bis zum Sellajoch begleitet.Christoph Piccolruaz richtet an Alpinisten einen wichtigen Appell. "Insbesondere jetzt im September, wo es früh dunkel wird, ist es absolut wichtig im Falle einer Bergtour früh zu starten und frühzeitig um Rettung zu bitten und nicht erst kurz bevor es dunkel wird". pas