Donnerstag, 14. Dezember 2017

Bergsturz bei Bondo kostet 35 Millionen Euro

Der Bergsturz und die Murenabgänge vom vergangenen August in der Region von Bondo im Kanton Graubünden haben Schäden von rund 41 Millionen Franken (35,20 Mio. Euro) verursacht. Dies gab die Gemeinde Bregaglia am Donnerstagabend bekannt. Seit dem Bergsturz werden acht Personen vermisst, darunter ein Ehepaar aus der Steiermark.

Der Bergsturz kostet 35 Millionen Euro.
Der Bergsturz kostet 35 Millionen Euro. - Foto: © APA

Die Gemeinde habe einen Schaden von gut 20 Millionen Franken erlitten. An der Gemeinde-Infrastruktur sei ein Schaden von gut zehn Millionen Franken entstanden. Auf ebenfalls rund zehn Millionen Franken werden die Kosten für Sofortmaßnahmen und die Räumung des Rückhaltebeckens beziffert.

Der mit 12,5 Millionen Franken größte Posten seien die Schäden an Gebäuden, die von der Gebäudeversicherung Graubünden getragen würden. Insgesamt seien 99 Gebäude aller Art beschädigt worden. Ein Drittel davon habe Totalschaden erlitten.

In der Schätzung nicht enthalten seien die Leistungen der Privatversicherer an Private, Unternehmen und die Gemeinde. Armee und Zivilschutz hätten zwischen August und Dezember insgesamt 4.400 Diensttage geleistet. Für die Räumungsarbeiten seien bis zu 30 Maschinen gleichzeitig im Einsatz gestanden.

Der Bergsturz war einer der größten in der Schweiz seit mehr als 130 Jahren. Dabei waren am 23. August und danach drei bis vier Millionen Kubikmeter Fels vom Grenzberg Piz Cengalo abgebrochen. Muren wälzten sich anschließend durch die Täler und beschädigten Dutzende von Häusern.

apa/afp

stol