Mittwoch, 08. August 2018

Bergunfälle fordern drei Todesopfer in Nordtirol

Zwei Bergunfälle haben am Mittwoch in Nordtirol drei Todesopfer gefordert. Zwei Kletterer, ein Mann und eine Frau, stürzten am Wilden Kaiser im Gemeindegebiet von Ellmau (Bezirk Kufstein) in den Tod. Im Bereich der Westlichen Karwendelspitze bei Scharnitz (Bezirk Innsbruck-Land) stürzte ein 67-jähriger Deutscher rund 150 Meter ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Zwei Kletterer stürzten am Wilden Kaiser in den Tod. - Foto: ZOOM.TIROL
Zwei Kletterer stürzten am Wilden Kaiser in den Tod. - Foto: ZOOM.TIROL

Die beiden Kletterer unternahmen eine Tour auf den sogenannten Kopftörlgrat. Sie waren seilfrei unterwegs, hatten aber in einem Rucksack Klettergurte dabei, sagte eine Sprecherin der Polizei zur APA. Ihre Identität blieb auch Stunden nach dem Unglück ungeklärt. Bei den Leichen seien keine Ausweise oder Sonstiges gefunden worden und auch aus der Bevölkerung waren vorerst keine Hinweise oder Vermisstenmeldungen eingegangen, so die Polizistin.

Der Unfallbereich soll nun nochmals abgesucht werden. Da die beiden aber vermutlich einige hundert Meter abgestürzt waren, könnte sich die Suche schwierig gestalten. Die Erhebungen waren auch am späten Mittwochnachmittag noch im Laufen.

Der 67-jährige Deutsche, der im Karwendel ums Leben kam, war gemeinsam mit seiner Frau auf dem sogenannten Heinrich-Noe-Steig, einem alpinen Höhenweg, zur Westlichen Karwendelspitze unterwegs. Der Mann stürzte aus bisher unbekannter Ursache rund 150 Meter in die Tiefe und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

apa

stol