Mittwoch, 23. Januar 2019

Bergung von Julen in Spanien geht weiter

Rettungsteams haben im spanischen Totalan weiterhin unermüdlich gearbeitet, um den vor eineinhalb Wochen in einen Brunnenschacht gestürzten 2-jährigen Julen zu bergen. Nachdem die Helfer am Dienstag auf neue Probleme bei der Befestigung und Stabilisierung des 80 Meter tiefen Parallelschachts gestoßen waren, musste dieser im unteren Teil zunächst breiter gebohrt werden.

Der Bub Julen war am 13. Jänner in den Schacht gefallen, die Bergungsarbeiten dauern an. - Foto: AFP
Der Bub Julen war am 13. Jänner in den Schacht gefallen, die Bergungsarbeiten dauern an. - Foto: AFP

Wann diese Arbeit abgeschlossen wird, war noch unklar. Der Bub war am 13. Jänner bei einem Ausflug mit seinen Eltern in den 107 Meter tiefen, illegal gegrabenen Schacht gefallen, der einen winzigen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Das spanische Fernsehen berichtete, die örtlichen Justizbehörden in Malaga hätten Ermittlungen eingeleitet, um die Umstände des Unglücks zu klären.

Die Überlebenschancen des Kindes, von dem es keine Lebenszeichen gibt, schwanden inzwischen immer weiter. Insgesamt waren rund 300 Helfer Tag und Nacht im Einsatz, um zu Julen vorzudringen. Nach Angaben des Sprechers der Einsatzkräfte, Angel Garcia Vidal, wurden bei den Bohrungen insgesamt bereits 40.000 Tonnen Material abgetragen. „Unter normalen Umständen würde so eine Aktion Monate dauern”, betonte er.

Wenn der Parallelschacht mit Metallrohren gesichert ist, sollen erfahrene Minenarbeiter mit einer Kapsel in das Rettungsloch herabgelassen werden, um manuell einen vier Meter langen waagerechten Tunnel zu der Stelle zu graben, an der das Kind vermutet wird. Einen genauen Zeitplan gab es wegen immer neuer Rückschläge bei der Bergungsaktion weiterhin nicht.

apa/dpa

stol