Laut Urteilsspruch des Gerichts vom Donnerstag habe der Mann tödliche Folgen billigend in Kauf genommen, um zu entkommen und andere Straftaten zu verdecken.Der aus Serbien stammende Angeklagte sei ohne Führerschein, erheblich angetrunken und mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf eine für ihn rote Ampel zugerast, hieß es weiter im Urteil. Ungebremst sei er in die 27-jährige Frau und ihre Tochter gefahren. Meterweit seien die Opfer durch die Luft geschleudert worden. Der Angeklagte habe seine Flucht fortgesetzt. Hochkriminell sei sein Verhalten gewesen. „Es war eine Horrorfahrt.“ Er habe gegen acht Gesetzesvorschriften verstoßen. Wegen der Alkoholisierung des Rasers ging das Gericht von einer verminderten Schuldfähigkeit aus.Der vielfach vorbestrafte und mehrfach abgeschobene Angeklagte hatte teilweise gestanden. Sein Verteidiger hatte auf eine Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung plädiert. Das Gericht folgte der Staatsanwaltschaft in der rechtlichen Bewertung, ging allerdings über die geforderte Gesamtstrafe von elfeinhalb Jahren hinaus. Zudem erging gegen den Angeklagten eine Führerscheinsperre von fünf Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Sperre des Führerscheins beantragt.dpa