Samstag, 08. August 2015

Berliner Flughafen bereitet weiter Probleme

Die Pannenserie bei den Bauarbeiten des Berliner Flughafens (BER) will einfach nicht enden: Nun bringt die Insolvenz der Bautechnikfirma „Imtech“ die geplanten Arbeiten weiter in Verzug.

Wie es derzeit aussieht, werden vom neuen Flughafgen in Berlin noch länger keine Flugzeuge abheben.
Wie es derzeit aussieht, werden vom neuen Flughafgen in Berlin noch länger keine Flugzeuge abheben. - Foto: © shutterstock

Die Insolvenz einer wichtigen Bautechnikfirma bringt den Zeitplan zur Fertigstellung des Berliner Pannenflughafens BER womöglich noch einmal durcheinander.

Es sei aus Sicht der Betreibergesellschaft „klar“, dass die Pleite der Firma Imtech Auswirkungen auf die Planungen zum Abschluss der baulichen Arbeiten im März 2016 haben werde, erklärte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Freitag in Berlin.

Teile der Belegschaft des Unternehmens seien bereits am Freitag nicht mehr auf der BER-Baustelle erschienen. Eine Taskforce solle nun klären, „ob und inwieweit“ die Pleite Auswirkungen auf die angepeilte Eröffnung in der zweiten Jahreshälfte 2017 habe.

Der Vorsitzende des BER-Untersuchungsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Martin Delius (Piraten), warf der Flughafengesellschaft Versäumnisse vor. Die Betreibergesellschaft hätte bereits Anfang des Jahres die Abhängigkeiten des BER-Baus von der unter Korruptionsverdacht stehenden Firma Imtech prüfen müssen, sagte Delius im RBB-Inforadio. Nun sei es „viel zu spät“. Die Insolvenz gefährde den Zeit- und Kostenplan für den Flughafenbau. 

Imtech ist die deutsche Tochter von Royal Imtech N.V. Sie ist Zulieferer für die Brandschutzanlage des BER und am künftigen Hauptstadtflughafen für Elektroarbeiten, Heizung, Sanitär und Lüftung zuständig. Das Unternehmen soll in einen mutmaßlichen Korruptionsfall am BER verwickelt sein.

apa/afp

stol