Mittwoch, 04. Dezember 2019

Berufsfeuerwehr: Anzahl der Einsätze auf Rekordhoch

Wie jedes Jahr feiert auch heuer die Berufsfeuerwehr Bozen am Mittwoch auf der Feuerwache in der Drususallee in Bozen ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara. STOL hat sich schon am Dienstag mit Oberbrandinspektor Hansjörg Elsler getroffen und mit ihm über ein besonders arbeitsintensives Jahr, über den kuriosesten Einsatz des Jahres und über Herausforderungen der Zukunft gesprochen.

Am Dienstag führte die Berufsfeuerwehr eine Gefahrgut-Übung durch. - Foto: © DLife

Bei einer Gefahrgutübung am Dienstag, worauf die Berufsfeuerwehr im vergangenen Jahr ein besonderes Augenmerk gelegt hat, war STOL live mit dabei und hat anschließend Oberbrandinspektor Hansjörg Elsler zum Interview gebeten.



Wie er berichtet, ist die Zahl der Einsätze mit 3.341 Einsätzen im Vergleich zum vergangenen Jahr um 180 Einsätze angestiegen. Dies seien 9,15 Einsätze pro Tag.

Brandeinsätze selbst allerdings gehen seit Jahren zurück. So waren dies im Jahr 2019 nur 19 Prozent aller Einsätze inklusive Fehlalarme.

Das Tätigkeitsfeld verschiebe sich immer mehr in den technischen Bereich, wie etwa Arbeitsunfälle, Kran- und Rüsteinsätze oder Umwelteinsätze, so Elsler.

Einsatzreichster Tag war der 6. August 2019

Besonders in Erinnerung bleibt der Berufsfeuerwehr laut Elsler der 6. August 2019, als das schwerste Unwetter seit 2008 mit heftigen Sturmböen und Hagelschauer über Bozen zog und starke Schäden an Häusern, Landwirtschaft und Infrastrukturen anrichtete. Innerhalb weniger Stunden waren 140 Einsätze abzuarbeiten.

Tiereinsätze häufen sich

Wie Oberbrandinspektor Hansjörg Elsler im STOL-Interview erklärt, zählen zu den kuriosesten Einsätzen meist die Tierrettungen. Es war von allem etwas dabei: Die Rettung einer Möwe, ein Frosch, der sich in eine Wohnung verirrt hat oder eine Spinne am Oberboden. Immer war die Berufsfeuerwehr zur Stelle.

Herausforderungen

Zu den größten Herausforderungen zählt Elsler die Nachbesetzung der offenen Stellen. Aufgrund von Pensionierungen sind derzeit sage und schreibe 11 Stellen frei. Elsler hofft auf einen baldigen Wettbewerb, um das fehlende Personal „aufzufüllen“.




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