Dabei wird über den Vertragsentwurf für das Lehrpersonal der Berufsschulen und Musikinstitute gesprochen, der über 2.000 Lehrpersonen betrifft.„Das Treffen ist das Ergebnis unserer Forderung nach einer politischen Aussprache zu diesem umstrittenen Vertragsentwurf. Bereits vor einigen Wochen haben wir erklärt, dass wir den aktuellen Vertragstext nicht unterzeichnen werden, da inzwischen viele Einwände seitens des Personals bei uns eingelangt sind, denen wir Rechnung tragen", erklärt Ulli Bauhofer, Bezugsperson für den Bereich Landeslehrer im AGB/CGIL.DetailsDie Gewerkschaftsorganisationen haben einige Vorschläge für eine größere Gleichbehandlung des Personals in den unterschiedlichen Schulen vorgebracht. „Allen voran haben wir die Festlegung der Dauer der Unterrichtseinheiten in höchstens 60 Minuten vorgeschlagen, die nicht angenommen worden ist. Deshalb haben die Gewerkschaftsorganisationen eine mögliche Unterrichtsstundendauer von mindestens 45 und höchstens 75 Minuten vorgeschlagen, um die Auswirkungen des Dekretes des Landeshauptmannes von 2012 einzudämmen, das den Schuldirektionen absolute Freiheit bei der Festlegung der Dauer der Unterrichtseinheiten einräumt und zu Ungleichheiten in den verschiedenen Schulen aber auch innerhalb derselben Schule führen kann“, so Bauhofer. Die Gewerkschaftsorganisationen fordern auch - neben der Aufsichtstätigkeiten und der individuellen Beratung der Schüler - die Anerkennung aller weiteren Tätigkeiten mit den Schülern, die bis jetzt nicht als Unterrichtszeit gewertet worden sind. „In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, die Aufsichts- und Beratungstätigkeiten in der Regel im Ausmaß von zehn Prozent des individuellen Auftrages einzuplanen, um die Stundenaufträge der einzelnen Lehrer nicht nur mit Frontalunterricht zu füllen.“Um dem Personal eine größere Kontinuität des eigenen Stundenplanes zu gewähren, wurde vorgeschlagen, höchstens eine Lochstunde am Vormittag und eine am Nachmittag vorsehen zu können. Dieser Vorschlag kommt jenen Lehrern entgegen, das viele Unterbrechungen im täglichen Stundenplan erleidet. Nach dem politischen Treffen wird die Fachgewerkschaft der Öffentlich Bediensteten im AGB/CGIL die Versammlungen des Personals veranstalten, um die verschiedenen Positionen zu erläutern und gemeinsam weitere Schritte zu entscheiden. „Unser Ziel war stets, dem Lehrpersonal der Landesschulen endlich einen Kollektivvertrag mit klaren Regeln bieten zu können. Werden die erreichten Kompromisse vom Personal nicht mitgetragen, wird der Vertragsentwurf nicht unterzeichnet, schließt Ulli Bauhofer ab.