Die Taubenpopulation in Bozen wird seit vielen Jahren von der Gemeinde reguliert, das Thema ist in den vergangenen Jahren in den Hintergrund gerückt. Dennoch gab es in den vergangenen Wochen und Monaten an einigen Orten der Stadt vermehrt Probleme mit Taubenkot. Der Stadtviertelrat schlägt Lösungen vor, um die Situation vor Ort zu verbessern.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1308774_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR />„Uns haben in letzter Zeit Beschwerden erreicht“, erklärt Marco Manfrini, Präsident des Stadtviertelrates, „es geht vor allem um die Grünzone am Zusammenfluss von Eisack und Talfer, gegenüber vom Park der Religionen. Vor allem dort werden scheinbar Tauben regelmäßig gefüttert. Wir haben mehrere Videos dazu erhalten. Diese Fütterung führt dazu, dass sich die Vögel zunehmend dort aufhalten und dann auf die Dächer, Balkone und Fensterbretter der umliegenden Häuser am anderen Flussufer fliegen und dort ihren Dreck hinterlassen.“ <BR /><BR /><BR />Verschiedene Bewohner der dortigen Kondominien hätten sich beklagt und einen gleichen Vorfall habe es in der Waaggasse gegeben, wo die Scheiben des Cafés fast zentimeterdick von Taubendreck beschmutzt gewesen seien. „Wir haben das Problem an die Stadtregierung herangetragen“, sagt Manfrini. Das Waaghaus werde jetzt Vorrichtungen gegen Tauben anbringen, um die Tiere fernzuhalten. Sie SEAB habe die Vogelexkremente mit einer professionellen Hochdruck-Nassreinigung entfernt, wie SEAB-Präsident Kilian Bedin betont.<BR /><BR /><BR />Ob es zu viele Tauben in Bozen gebe, wisse er nicht, so Manfrini. „Ich weiß aber, dass die Gemeinde noch immer durch Futterzusätze die Fortpflanzung der Tauben reguliert, das wird auch heuer wieder umgesetzt.“ Auf das Thema Taubendreck habe man dem Stadtrat nicht schriftlich, aber mündlich hingewiesen. „Wir konzentrieren uns auf die größeren Themen und machen nicht wegen jeder Kleinigkeit einen offiziellen Vorschlag, sondern setzen und direkt mit den zuständigen Ämtern in Kontakt.“ <BR /><BR /><BR />Um dennoch auf das Problem Taubenkot zu reagieren, schlage der Stadtviertelrat ein Schild in der Grünzone am Zusammenfluss von Eisack und Talfer vor, um an das Fütterungsverbot für Tauben zu erinnern, „das 1987 von der Gemeinde eingeführt worden ist und das noch immer Gültigkeit hat“, unterstreicht der Präsident des Stadtviertelrates. <BR />Damit wolle man darauf hinweisen, dass Rücksicht auf die Umwelt und die Anrainer genommen werden solle. <BR /><BR /><BR />Die Stadt Bozen habe Umweltwächter, deren Aufgabe es sei, die Einhaltung solcher Verbote zu kontrollieren. „Wir würden anregen, dass sie vor Ort auch wirklich verstärkt vorbeischauen, um allfällige Fütterungen zu verhindern. Wenn ein Schild steht, dann kann man auch eher vielleicht darauf hinweisen, dass es verboten ist und dass man beim nächsten Mal eine Strafe erhält“, betont Manfrini.