Montag, 26. November 2018

„Besetzter Platz“ für Gewaltopfer

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am vergangenen Sonntag erinnert auch der Südtiroler Sanitätsbetreib an Frauen, die die Gewalt mit ihrem Leben bezahlten. In den Krankenhäusern stehen rote Stühle als Symbol dafür.

Der „Besetzte Platz“ in Brixen. - Foto: sabes
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Der „Besetzte Platz“ in Brixen. - Foto: sabes

Ein Stuhl, manchmal auch mit einem Schuh, einer Tasche oder einem Schal geschmückt – und alles durch und durch in der Farbe Rot. Auf diesen Stühlen wird sich niemand mehr setzen, denn er ist für einer jener Frauen reserviert, die Opfer von Gewalt wurden und letztlich daran starben. Jede dieser Frauen hatte einen Platz in der Familie, im Bus und dort wo sie wohnte. Bis der Ehemann, Liebhaber oder ein Unbekannter sie aus diesem Leben riss. Der leere Stuhl symbolisiert im Rahmen der Kampagne „Besetzter Platz – Posto occupato“ den leeren Platz, den die Ermordete hinterlässt.

Die Kampagne soll ermutigen und gegen den Scham und das Schweigen sensibilisieren. Sie soll aber nicht nur Betroffene ansprechen, sondern auch die Kinder, die Familien und den Freundeskreis von eventuellen Opfern ansprechen.

stol

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