Lanziger befreite die Teile von allem Schutz und Staub und zeigte sie dem Sextner Maler und Bildhauer Georg Lanzinger. Dieser informierte Regina Stauder, die Obfrau des Sextner Heimatpflegevereins. Für die Heimatpfleger war sofort klar, dass man es hier mit einem einzigartigen Fund zu tun hatte, und so leitete Stauder das Restaurierungsverfahren ein.<BR /><BR />Die Corona-Pandemie verzögerten die Arbeiten zwar vorübergehend, doch vor kurzem konnte die Restaurierung des Kleinodes abgeschlossen werden und das restaurierte Ostergrab in der alten Totenkapelle aufgestellt werden.<BR /><BR />Am Palmsonntag wurde es von Dekan Andreas Seehauser gesegnet. Der Dekan dankte dem Heimatpflegeverein, dem Künstler Georg Lanzinger und dem Tischlermeister Johann Lechner, die dem Ostergrab wieder zu einstigem Glanz verholfen haben und sprach den Wunsch aus, dass das Ostergrab für die Menschen ein Ort Besinnung und ein Hoffnungsspender und Weg der Zuversicht im Zeichen der Auferstehung Christi sein möge.<BR /><BR />Ostergräber waren und sind ein Zeichen der Volksfrömmigkeit. Wohlhabendere Familien besaßen oft auch ein eigenes Ostergrab oder eine eigene Osterkrippe, die sie beim täglichen Rosenkranzgebet in der Stube durch die 40-tägige Fastenzeit begleiteten. <BR /><BR />Das vom Sextner Herrgottschnitzer Josef Tschurtschenthaler (Kroma in Moos) angefertigte, aus den 1930-Jahren stammende Ostergrab befand sich im Privatbesitz zu „Maisla“, dem Heimathof des einstigen Brixner Domdekans, Kanonikus Karl Schmidhofer (1915-2007). Bis zum Weißsonntag kann es in der alten Totenkapelle besichtigt werden. In den kommenden Jahren soll es um weitere Szenen aus der Leidensgeschichte bereichert werden.