Helmut Pranter (ÖBPB-Direktor bis 2015) und Roberto Spazzini, Vizepräsident des ÖBPB-Verwaltungsrates, stellten am Donnerstag im Brixner Gemeinderat das im Seniorenzentrum entstehende Betreuungsangebot vor. <BR /><BR />Laut Pranter wird ein in die Zukunft gedachtes Multifunktionszentrum errichtet, das durch seine Betreuungsansätze, Angebotsvielfalt und Öffnung nach außen einen eigenen Stadtviertelcharakter entwickeln wird. So werden die 84 stationären Betten für stark pflegebedürftige Personen nicht im Krankenhaus-Stil angereiht, sondern auf 4 zweigeschossige Gebäude in L-Form, in 7 Wohngruppen zu je 12 Bewohnern mit Aufenthaltsbereichen verteilt.<h3> 30 Wohnungen für begleitetes Wohnen</h3> Im Gebäuderiegel senkrecht zur Straße entstehen 30 Wohnungen (24 für Einzelpersonen, 6 für Paare) für begleitetes Wohnen, die Senioren ein so lang wie möglich autonomes Leben ermöglichen sollen. Ein Senioren-Mittagstisch und eine Tagesstätte (13 Plätze) ergänzen dieses niederschwellige Betreuungsangebot.<BR /><BR />Ein Beratungszentrum (Sachwalterschaft, seniorengerechte Umbauten), eine Kapelle, Therapieräume, ein Friseursalon, ein Café mit Handelsfläche, ein Waschsalon, eine Bibliothek, Arztambulatorien und Grünanlagen sollen dazu beitragen, dass das Seniorenzentrum ein offener Begegnungsort wird – innerhalb der Einrichtung sowie nach außen.<h3> Kein Bedarf für Kindergarten</h3>Auf Nachfrage der Gemeinderäte erklärte Pranter, dass es für den angedachten Kindergarten keinen Bedarf gab. Gemeinderätin Paula Bacher teilte mit, dass für die Personalakquise bereits eine Ausbildung (20 Plätze) gestartet sei. <BR /><BR />„Das Sanatorium schließt mit Fertigstellung des Seniorenzentrums, da die Sanität die Räume selbst braucht“, informierte Pranter. Bewohner und Mitarbeiter würden in die neue Einrichtung übersiedeln. <h3> Zukunft des Bürgerheims offen</h3>Zum sanierungsfälligen Bürgerheim erklärte Bürgermeister Andreas Jungmann, dass im Zuge der Planung des Gemeindeentwicklungsprogrammes und der Neunutzung der ehemaligen Kasernen geprüft werde, ob das Bürgerheim saniert oder – auch an einem anderen Standort – neu gebaut werden soll. <BR /><BR />Dafür soll der Bedarf an Senioreneinrichtungen im Hinblick auf den demografischen Wandel neu berechnet werden.