Montag, 03. Juni 2019

Betriebe als Zahlmeister für Staat

Südtiroler Betriebe, die im Bereich energetischer Sanierung tätig sind, sind in Aufruhr. Grund ist eine römische Eilverordnung von Ende April.

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Foto: © shutterstock

Diese sieht unter anderem Folgendes vor: Ein Bauherr, der sein Haus saniert, kann anstelle der Abschreibung seines Steuerguthabens über die Steuererklärung von der Firma, die die Arbeiten durchführt, einen Rabatt in der Höhe des Steuerguthabens verlangen. Damit wälzt der Staat seine Pflichten an die Unternehmen ab. Das berichtet das Tagblatt „Dolomiten“ in seiner Montagsausgabe. 

Betroffen von diesem römischen Ungemach sind Bauunternehmen und Zimmereibetriebe, die Isolierarbeiten an Gebäuden vornehmen sowie Fensterhersteller, Installationsunternehmen und Heizungsanlagenbauer; aber auch die hiesige Holzwirtschaft, denn dieselbe Maßnahme gilt seit 1. Mai auch für erdbebensicheres Bauen.

Zum besseren Verständnis: Bisher war es so, dass ein Bauherr, der seine Wohnung oder Haus energetisch sanierte, zumeist 50 Prozent der Kosten als Steuerguthaben innerhalb von 5 Jahren von seinen Steuern absetzen konnte. Nun zieht sich der Staat aus der Affäre und lässt die in diesem Bereich tätigen Unternehmen an seine Stelle treten.

D/lu

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol