Montag, 16. November 2020

Betriebe können Tests an Mitarbeitern selbst organisieren

Südtirols Betriebe im produzierenden Gewerbe und im Handwerk können die Tests an Mitarbeitern auch über private Dienstleister oder betriebsinterne Gesundheitseinrichtungen organisieren.

Betriebe können ihre Mitarbeiter auch selbst testen.
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Betriebe können ihre Mitarbeiter auch selbst testen. - Foto: © shutterstock
Dies sieht eine Interpretation des Landeshauptmanns zu seiner Verordnung von letzter Woche vor, die die heiße Kartoffel an die Sozialpartner weiterreicht.

Laut Verordnung des Landeshauptmanns kann die Produktion unter 3 Bedingungen weiterlaufen: Eingeführt wird die 1:10-Regel, Reinigung und Desinfektion werden verstärkt, und alle Mitarbeiter müssen sich am Massentest beteiligen.

Am Montag reichte Arno Kompatscher dazu den Ball aber an die Sozialpartner weiter. „Im Rahmen der Sicherheitsprotokolle können diese Tätigkeiten mit dem größten Risiko am Arbeitsplatz ausmachen, wie z. B. Kontakt zu Kunden und Arbeitskollegen“, so Kompatscher in seiner Klarstellung. In eben diesen Risikobereichen darf nur getestetes Personal eingesetzt werden.

Unternehmerverband, lvh und CNA/SHV haben sich am Montag mit den Gewerkschaften getroffen. In die Sicherheitsprotokolle aufgenommen wurden die 1:10-Regel (außer Parkplatz und grüne Zonen) sowie Desinfektion. Mit den Tests beschäftigt man sich heute. „Es gibt aber nur sehr wenige Tätigkeiten ohne Kontakt zu Kunden oder Arbeitskollegen“, sagt Josef Negri vom Unternehmerverband.



„Wer sich nicht testen lässt, wird nicht suspendiert und steht ohne Lohn da“, sagt Toni Tschenett vom ASGB. Fest stehe, dass er seine Tätigkeit vom 23. bis 29. November nicht ausüben kann, so Negri. Das werde dann jeder Betrieb über Urlaub oder Freistellungen usw. regeln.

In seiner Interpretation stellt der Landeshauptmann es den Betrieben frei, die Mitarbeiter beim Massenscreening des Gesundheitsbetriebs oder über andere Dienste testen zu lassen. Voraussetzung seien jedoch die beruflichen Voraussetzungen und das Einspeisen der Ergebnisse in die Datenbank des Sanitätsbetriebes. Einige größere Unternehmen wollen auf die Möglichkeit zurückgreifen, die Tests während der Arbeitszeit im Betrieb durchführen zu lassen.

Ihre Mithilfe angeboten haben dem Sanitätsbetrieb private Klinken. „Vor Ort in Brixen oder über mobile Teams können wir bis zu 600 Leute am Tag testen“, sagt Dr. Alexander Gardetto von der „Brixana“.

Hier finden Sie die Interpretation zur Dringlichkeitsmaßnahme.

stol

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