Ein groß angelegter Haustürbetrug mit angeblich gesetzlich vorgeschriebenen Gasdetektoren hat zu einer Verhaftung geführt ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/betrug-an-ueber-1200-seniorinnen-auch-suedtirol-betroffen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>). Im Zentrum der Ermittlungen steht eine mutmaßliche kriminelle Organisation mit Sitz in der Provinz Brescia. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden beläuft sich der entstandene Schaden auf rund 2,84 Millionen Euro, mindestens 208 Betrugsfälle gelten als nachgewiesen – darunter auch Fälle in Südtirol.<BR /><BR />Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Brescia führten zur Verhaftung eines Mannes, der als Anführer der mutmaßlichen Bande gilt. Die Maßnahme wurde von der Finanzpolizei von Salò umgesetzt. Grundlage der Vorwürfe sind Haustürgeschäfte, bei denen Gaswarngeräte verkauft wurden, die den Opfern – vor allem älteren Menschen – fälschlich als gesetzlich verpflichtend dargestellt worden seien.<BR /><BR />Laut der Ermittlungshypothese wurden die Betroffenen zudem über die tatsächlichen Kosten getäuscht: In Rechnung gestellt worden seien Beträge, die deutlich über jenen lagen, die in den unterzeichneten Verträgen ausgewiesen waren. Die Untersuchung wurde nach mehreren Anzeigen im Raum Brescia aufgenommen und brachte eine Organisation mit insgesamt 49 mutmaßlich Beteiligten ans Licht.<h3> Mindestens 208 Betrugsfälle bestätigt</h3>Die Gruppe soll in sieben Regionen aktiv gewesen sein: Lombardei, Piemont, Ligurien, Toskana, Emilia-Romagna, Trentino-Südtirol und Venetien. Von den insgesamt rekonstruierten Betrugsfällen gelten mindestens 208 als bestätigt.<BR /><BR />Zur Verwaltung und Verschleierung der Einnahmen habe sich die Organisation nach Angaben der Ermittler neun Gesellschaften bedient, die formal auf Strohmänner eingetragen gewesen seien. In diesem Zusammenhang wurde die Beschlagnahme von Geldern angeordnet, die aus illegalen Geschäften stammen sollen, zusätzlich zu weiteren 327.000 Euro, die im Zusammenhang mit Geldwäsche stehen sollen.<BR /><BR />Bereits im Jänner 2025 waren im Zuge der Ermittlungen Durchsuchungen und Beschlagnahmen durchgeführt worden, bei denen Vermögenswerte in Höhe von mehr als 70.000 Euro sichergestellt wurden.