Ein Anruf bei der Notrufnummer 112 alarmierte die Polizei. Beamte eilten zum Prüfungszentrum, nachdem Prüfer Unstimmigkeiten bei der Identifikation der Kandidaten bemerkt hatten. Besonders auffällig waren Diskrepanzen zwischen den Fotos auf den Ausweisen und dem tatsächlichen Erscheinungsbild der beiden Männer – sowohl hinsichtlich der Gesichtszüge als auch des Alters.<BR /><BR />Trotz der Hinweise beharrten die beiden zunächst gegenüber der Polizei darauf, die wahren Inhaber der Dokumente zu sein. Erst nach der erkennungsdienstlichen Behandlung in der Polizeidirektion kam die Wahrheit ans Licht: Bei den Männern handelt es sich um zwei senegalesische Staatsbürger im Alter von 30 und 34 Jahren, mit den Initialen S.A. und S.H.S. Beide hielten sich legal in Italien auf und sind bereits wegen geringfügiger Delikte polizeibekannt.<BR /><BR />Schließlich gestanden die beiden, dass sie im Auftrag zweier Bekannter die Sprachprüfung ablegen wollten, um diesen den Zugang zu einem unbefristeten Aufenthaltstitel zu ermöglichen. Gegen sie wurde Anzeige wegen Personentauschs und falscher Angaben gegenüber Amtspersonen erstattet. Auch die Rollen der beiden eigentlichen Prüfungsberechtigten werden derzeit von den Ermittlungsbehörden geprüft.<BR /><BR />Quästor Paolo Sartori zog Konsequenzen: Für alle vier Beteiligten wurde der Aufenthaltstitel widerrufen, und es wurden Ausweisungsverfügungen aus dem Staatsgebiet erlassen.