Mittwoch, 15. April 2015

Betrug: Freilandeier, die keine sind

750 statt der erlaubten 700 Hühner - und keine Möglichkeit für die Tiere sich im Freien aufzuhalten: Ein St. Pankrazer Unternehmer ist wegen Betrug im Handel ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

Die Eier wurden als Freilandeier deklariert, obwohl die Tiere keine Möglichkeit hatten, im Freien zu sein.
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Die Eier wurden als Freilandeier deklariert, obwohl die Tiere keine Möglichkeit hatten, im Freien zu sein. - Foto: © APA/EPA

Nein, nicht nur in Deutschland gibt es Freilandeier, die keine sind, zu kaufen. Mittlerweile ist der Ultner Betrieb, dessen "Haltung der Legehennen nicht den gesetzlichen Bestimmungen“ entspricht, geschlossen.

Ins Rollen gebracht hatte den Fall der tierärztliche Dienst der Sanitätseinheit, der bei einer Kontrolle zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen zur Produktion von qualitativ hochwertigen Konsumeiern festgestellt hatte.

Staatsanwalt Axel Bisignano dürfte schon bald Anklage wegen Betrug im Handel nach Artikel 515 des Strafgesetzbuches erheben. Die verkauften Eier seien unter anderem als Freilandeier deklariert gewesen, was laut Staatsanwalt nicht den Tatsachen entsprach. 

stol/cu

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Alle Hintergründe lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Tagbalttes "Dolomiten".

stol