Landeshauptmann Arno Kompatscher, der dem Beirat vorsitzt, unterstrich die Bedeutung eines starken Verbraucherschutzes: „Die Verbraucherzentrale unterstützt Bürgerinnen und Bürger konkret im Alltag. Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung und neuer Betrugsformen braucht es verlässliche Information und Beratung.“<BR /><BR />2025 standen Betrugsfälle im Mittelpunkt. Phishing, betrügerisches Online-Trading sowie Enkeltricks beschäftigten viele Konsumentinnen und Konsumenten. Auch unerwünschte Werbeanrufe stellten weiterhin ein Problem dar. Die VZS reagierte darauf mit verstärkter Aufklärungsarbeit und Informationskampagnen.<BR /><BR />Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Abwicklung der FWU-Versicherung, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, sowie auf Sammelklagen, etwa im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken. Zudem führte die Verbraucherzentrale zahlreiche Erhebungen und Vergleiche durch, unter anderem zu Strom- und Gasanbietern sowie zu Konsumgütern wie Kaffeekapseln.<BR /><BR />Zunehmend relevant sind laut Bauhofer auch digitale Plattformmärkte und große Online-Plattformen. „Diese Märkte bringen neue Herausforderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher mit sich. Transparenz und faire Bedingungen sind hier entscheidend“, erklärte die VZS-Geschäftsführerin.<BR /><BR />Für 2026 plant die Verbraucherzentrale eine Intensivierung der Informationsarbeit, insbesondere zur Betrugsvermeidung. Projekte wie der Fake-Shop-Finder, das Online-Streitbeilegungssystem Onlineschlichter.it und Initiativen im Bereich der Subscription Economy sollen Konsumentinnen und Konsumenten konkret unterstützen. Auch Themen wie Überschuldung, Krankenversicherungen und nachhaltiger Konsum stehen im Fokus.<BR /><BR />Zudem setzt die Verbraucherzentrale ihre Bildungsarbeit fort: Mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler erreichte sie 2025 mit Projekten zum europäischen Verbraucherschutz. Initiativen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung stoßen auf großes Interesse.<BR /><BR />Der Landesbeirat begleitet diese Entwicklungen und fördert den Austausch zwischen den beteiligten Organisationen. Er setzt sich aus Vertretungen aus den Wirtschafts- und Sozialbereichen zusammen und trifft sich regelmäßig, um Maßnahmen weiterzuentwickeln und Herausforderungen zu diskutieren.