Die Carabinieri von Bozen haben eine Ermittlung abgeschlossen, die zur Identifizierung und Anzeige eines Mannes geführt hat, der im Verdacht steht, einen älteren Mann betrogen zu haben. Die Tat ereignete sich Anfang März in der Landeshauptstadt.<BR /><BR />Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Anzeige eines über siebzigjährigen Rentners bei der Carabinieri-Station Bozen. Der Mann gab an, in der Claudia-Augusta-Straße von einem Unbekannten angesprochen worden zu sein. Dieser habe ihn mit gezielten Tricks und Täuschungen dazu gebracht, zwei Uhren von geringem Wert für insgesamt 2.000 Euro zu kaufen. Unmittelbar danach habe sich der mutmaßlicheTäter mit einem weißen Auto entfernt.<BR /><BR /> Im Rahmen der Ermittlungen werteten die Beamten unter anderem Aufnahmen der städtischen Videoüberwachung sowie Fahrzeugbewegungen im betroffenen Gebiet aus. So konnte festgestellt werden, dass der Geschädigte nach dem Treffen eine blaue Tasche bei sich trug, die er zuvor nicht besessen hatte. Gleichzeitig wurde ein weißer Fiat 500 erfasst, der sich in Richtung St. Jakob entfernte.<BR /><BR />Weitere Ermittlungen führten schließlich zum mutmaßlichen Nutzer des Fahrzeugs, einem polizeibekannten Mann. Einige Tage später konnte eine Carabineri-Streife das Fahrzeug in der Voltastraße im Industriegebiet von Bozen ausfindig machen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, die schließlich in der Nähe der Autobahnausfahrt der A22 bei Neumarkt endete.<BR /><BR />Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrzeugs und der Insassen übergab der Fahrer den Carabinieri freiwillig mehrere Uhren und Schmuckstücke. Diese wurden beschlagnahmt, da sie deutliche Ähnlichkeiten mit den bei dem am 5. März angezeigten Betrug verwendeten Gegenständen aufgewiesen hätten. Am Ende der Ermittlungen wurde der Mann auf freiem Fuß wegen Betrug angezeigt.