Samstag, 12. Oktober 2019

Betrunkener löst nächtliche Suchaktion aus

In der Umgebung von Mühlbach hat ein 46-jährige Mann in der Nacht auf Samstag zahlreiche Einsatzkräfte in Atem gehalten. Am Samstagvormittag folgte dann die Entwarnung.

Mehrere Carabinieri-Streifen und auch Feuerwehrleute suchten nach dem Pusterer.
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Mehrere Carabinieri-Streifen und auch Feuerwehrleute suchten nach dem Pusterer.

Der schon polizeibekannte Pusterer war gegen 23 Uhr bei Mühlbach in seinem Auto mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Eine Carabinieri-Streife aus Brixen hat das Fahrzeug daraufhin zwischen Mühlbach und Vintl angehalten und den Fahrer einem Alkoholtest unterzogen, der ein positives Ergebnis ergab. In der Wartezeit zwischen dem ersten und dem vorgeschriebenen zweiten Test ist der 46-Jährige plötzlich in die nahegelegenen Felder davongerannt und in der Dunkelheit verschwunden.

Vor 2. Alkoholtest davongerannt

Die Ordnungshüter versuchten zwar, den Mann einzuholen, blieben aber erfolglos. Daraufhin schlugen sie Alarm. Da der Mann zufolge auch eine Suizidabsicht angedeutet hatte, stand die Befürchtung im Raum, dass er sich etwas antun könnte. Neben weiteren Carabinieri-Beamten wurde auch die Freiwillige Feuerwehr von Brixen alarmiert.

Mehrere Stunden lang suchten die Einsatzkräfte die Umgebung ab, auch mit Hilfe einer Wärmebildkamera. Der Flusslauf der Rienz und das Staubecken wurden von Tauchern der Feuerwehr durchkämmt und auch bei Verwandten und Bekannten des Gesuchten wurde nachgefragt.

Gesuchter hatte ahnungslos bei einem Freund übernachtet

Ergebnislos wurde die Suche nach 3 Uhr nachts schließlich abgebrochen und in den frühen Morgenstunden wieder aufgenommen. Gegen 9 Uhr gab es dann die erlösende Nachricht. Der 46-jährige rief die Carabinieri an und fragte, warum er so intensiv gesucht würde. Er habe bei einem Freund geschlafen.

Die Ordnungskräfte haben den Mann daraufhin aufgefordert, in ihre Kaserne zu kommen. Am Ende wurde er wegen Trunkenheit am Steuer und wegen des Auslösens eines Großalarms angezeigt.

In einer Pressemitteilung hoffen die Carabinieri, dass dem Mann klar wird, welche kolossale Suchmaschinerie er wegen seiner Kurzschlusshandlung in Gang gesetzt hat.

ds