Am Freitag stellt sich laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin das Wetter aufgrund eines Italientiefs deutlich um. Zunächst regnet es nur stellenweise, im Tagesverlauf breiten sich die Niederschläge auf das ganze Land aus. Die Hauptintensität ist in der Nacht auf Samstag und am Samstagvormittag. Die Schneefallgrenze liegt die meiste Zeit im Hochgebirge auf über 2500 Meter. <BR /><BR /><b>Kaltfront am Samstag</b><BR /><BR />Am Samstag zieht gegen Mittag zudem eine Kaltfront durch. Diese sorgt einerseits für ein Absinken der Schneefallgrenze gegen 2000 Meter, gleichzeitig lassen die Niederschläge aber von Westen her ab. Die größten Niederschlagsmengen fallen diesmal im Südstau auf einer Linie zwischen Martell über Ulten bis ins Passeiertal, hier sind bis zu 100 l/m² zu erwarten, am wenigsten kommt im Pustertal zusammen mit 20 bis 40 l/m². Auf den Bergen weht die ganze Zeit stürmischer Südwind, der am Samstag in abgeschwächter Form auch die mittleren Höhenlagen treffen kann.<BR /><BR /><b>„Relevantes Ereignis“</b><BR /><BR />Nach umfassender Beratung hat das Landeswarnzentrum deshalb am Donnerstag beschlossen, die Aufmerksamkeitsstufe auszurufen. Dies bedeutet, dass ein aus Sicht des Zivilschutzes relevantes Ereignis bevorsteht, für das eine eingehende Beobachtung erforderlich ist. Alle Einsatzkräfte werden deshalb vorgewarnt und können die notwendigen Vorkehrungen treffen. Zu erwarten sind – wie bereits erwähnt – ergiebige Niederschläge, besonders in den Südstaulagen (Ulten, Burggrafenamt, Passeier und Vinschgau) von Freitagabend bis Samstagnachmittag. Mit Durchzug einer Kaltfront ist am Samstag auch mit Starkwind zu rechnen, fasst der Direktor des Landeswarnzentrums und Vorsitzender der Bewertungskommission, Willigis Gallmetzer, zusammen. <BR /><BR /><BR /><b>Bevölkerung sollte nach Möglichkeit zu Hause bleiben<BR /></b><BR />Aufgrund dieser Prognosen ist ein Ansteigen der Pegelstände der Haupt- und Nebenflüsse in diesen Gebieten zu erwarten. Es können auch kleinräumige Überflutungen, Rutschungen, Muren, und Steinschläge auftreten. Durch den Starkwind am Samstag kann es zu Schäden kommen, Bäume können umstürzen und leichte Gegenstände davonfliegen. Aufgrund dieser Ereignisse sind auch Verkehrsbehinderungen möglich. Die Bevölkerung ist aufgerufen, aufmerksam zu sein und nicht unbedingt notwendige Fahrten mit dem Auto zu vermeiden.<BR />