Der Student, der den Mord an seiner Ex-Freundin Giulia Cecchettin gestanden hat, drückte dabei sein Bedauern über seine „schreckliche“ Tat aus. Das Treffen fand 2 Tage vor der Trauerzeremonie für Giulia Cecchettin statt, die morgen in Padua in der Basilika von Santa Giustina, einer der größten Kirchen Europas, geplant ist. Erwartet werden Tausende Teilnehmer. Die im Mordfall ermittelnde Staatsanwaltschaft von Venedig erteilte nach einer 14-stündigen Autopsie von Giulias Leiche am Freitag die Genehmigung zur Beisetzung. Die Basilika Santa Giustina ist eine Kirche, die auf den „Prato della Valle“ blickt, einen großen Platz, der es vielen Menschen ermöglichen soll, die Zeremonie auf Großbildschirmen auch außerhalb der Basilika zu verfolgen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="970612_image" /></div> <h3> „Keine Frau darf mehr getötet werden“</h3>Cecchettins Vater Gino sagte gestern, er hoffe, dass die Beerdigung in Padua ein Zeichen für ein allgemeines Engagement gegen Frauenmorde in Italien setzen werde. „Wir haben absichtlich eine sehr große Kirche gewählt, um eine klare Botschaft zu entsenden: Keine Frau darf mehr getötet werden“, sagte Cecchettin im Gespräch mit Journalisten vor seinem Haus in Vigonovo bei Venedig. Er arbeite an einer schriftlichen Botschaft, die er bei der Trauerzeremonie verlesen werde. „Ich kann nicht gut mit Worten umgehen, aber ich versuche trotzdem, die Dinge so gut wie möglich auszudrücken“, sagte der 53-Jährige. <h3> 9-stündiges Verhör</h3>Indes wurden Auszüge des Geständnisses Filippo Turettas vor den Staatsanwälten veröffentlicht. Beim 9 Stunden langen Verhör im Gefängnis von Verona vor dem Staatsanwalt von Venedig Andrea Petroni am Freitag brach der Student wiederholt in Tränen aus. „Ich habe Giulia geliebt, ich wollte sie für mich, ich habe nicht akzeptiert, dass es vorbei war“, sagte der Student. Sie habe „nur mir gehört, sie konnte keinem anderen gehören“, sagte Turetta einem Bericht des „Corriere della Sera“ von gestern zufolge im Verhör. Er sei bereit, „die volle Verantwortung“ für seine Tat zu übernehmen. Der 22-Jährige gab zu Protokoll, dass er sich nicht über das Ende seiner Beziehung zu Giulia, die ihn im vergangenen Sommer verlassen hatte, hinwegtrösten konnte und dass er mit allen Mitteln versucht habe, die Beziehung wiederherzustellen. <h3> „Völlig den Kopf verloren“</h3>Bei seinem letzten Treffen mit Giulia habe er „völlig den Kopf verloren“, sagte Turetta. Damit wies er den Verdacht eines vorsätzlichen Mordes zurück.