Mit der Zuschlagsvergabe der Gemeinde Rasen-Antholz an die Bietergemeinschaft Gasser/Ploner ist der Streitfall nämlich nicht zu Ende, sondern wohl nur um eine Facette reicher. <BR /><BR />Denn zum einen hat die Unionbau AG schon angekündigt, Rekurse einlegen zu wollen – und zwar sowohl gegen das Urteil des Staatsrates, als auch gegen die neue Entscheidung der Bewertungskommission und damit wohl auch gegen die Neuvergabe durch die Gemeinde.<BR /><BR />Zum anderen ist das mehr als 20 Millionen Euro teure Bauprojekt schon ziemlich weit fortgeschritten, sodass eine Übergabe der Baustelle vom einen Bauunternehmen auf das andere alles andere als einfach ist. Und zum dritten ist der Vertrag mit der Unionbau AG nach wie vor in Kraft. Diesen hatte der Staatsrat in seinem Urteil von Anfang November nämlich nicht aufgehoben.<BR /><BR /><embed id="dtext86-62583475_quote" /><BR /><BR />Die Lage ist also alles andere als einfach. Das sieht auch Bürgermeister Thomas Schuster so: „Die politische Entscheidung ist gefallen. Aber alles andere steht noch aus.“ Damit meint er zum einen die angekündigten Rekurse, deren Ausgang ungewiss ist, und zum anderen die weitere Vorgangsweise. Was passiert jetzt etwa mit dem noch laufenden Vertrag mit der Unionbau AG? Wie kann eine Übergabe der Baustelle vonstatten gehen? Und kann damit das für Oktober 2024 vereinbarte Bauende eingehalten werden? <BR /><BR />Letzteres ist nämlich nötig, weil einerseits PNRR-Gelder im Spiel sind und andererseits das Projekt zum Bauprogramm für Olympia 2026 gehört, es also als notwendig, unverzichtbar und dringlich eingestuft ist.<BR /><BR />Klären soll diese Fragen demnächst ein Gremium, dem die Verfahrensverantwortliche – das ist die Gemeindesekretärin –, der technische Beitrat und die Bauleitung angehören. Dieses muss nun prüfen, wie der Wechsel der Baufirmen vonstatten gehen kann und ob er in technischer, ökonomischer und zeitlicher Hinsicht überhaupt machbar ist. <BR />