Montag, 24. Mai 2021

Biden trifft am Jahrestag von George Floyds Tod Angehörige

Ein Jahr nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz im US-Bundesstaat Minnesota trifft US-Präsident Joe Biden Angehörige des Opfers. Biden werde am Jahrestag an diesem Dienstag in Washington mit Floyds Familie zusammenkommen, teilte das Weiße Haus mit.

Biden hat sich auch für ein nach George Floyd benanntes Gesetz für Polizeireformen eingesetzt.
Biden hat sich auch für ein nach George Floyd benanntes Gesetz für Polizeireformen eingesetzt. - Foto: © APA/afp / BRENDAN SMIALOWSKI
Floyds Tod am 25. Mai 2020 in Minneapolis hatte in den USA über Monate hinweg Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Biden war damals Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten. Er hat den Kampf gegen Rassismus zu einem seiner zentralen Anliegen erklärt.

Biden hat sich auch für ein nach George Floyd benanntes Gesetz für Polizeireformen eingesetzt. Den Kongress hat er wiederholt aufgefordert, das Gesetz spätestens bis zum Jahrestag von Floyds Tod zu verabschieden – dieser Zeitplan wurde nicht eingehalten. Das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus hat den Gesetzesentwurf zwar bereits im März verabschiedet. Im Senat sind die Demokraten aber auf die Stimmen mehrerer Republikaner angewiesen.

Wegen der Tötung Floyds wurde der weiße Polizist Derek Chauvin im April in einem Verfahren in Minneapolis unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen. Das Strafmaß wurde noch nicht verkündet. Der Prozess gegen 3 mutmaßliche Komplizen Chauvins soll im März kommenden Jahres beginnen. Videos dokumentierten, wie Chauvin vor einem Jahr sein Knie gut 9 Minuten lang auf Floyds Hals presste, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen.

dpa