Samstag, 24. April 2021

„Bienen(T)raum“ schaffen

Fleißig wie die Bienen ist die Südtiroler Bauernjugend (SBJ), die für diese emsigen Insekten Wildblumenweiden erblühen lassen will – zusammen mit der Bevölkerung. „Bienen(T)raum“ heißt das Projekt, das den Lebensraum der Bienen erweitert und ihnen ebenso nützt wie der Natur und den Menschen.

Bienen und andere Insekten sind wichtig für unsere Naturlandschaft und damit auch für uns Menschen. Mit ihrer aktuellen Initiative möchte die Südtiroler Bauernjugend (SBJ) darauf aufmerksam machen und die Bevölkerung zur Unterstützung aufrufen. - Foto: © stol
„Bienen und andere Insekten sind wichtig für unsere Naturlandschaft und damit auch für uns Menschen“, sagte SBJ-Landesobmann Raffael Peer gestern bei der Vorstellung des Projektes. Denn die Bienen sorgten durch die Bestäubung der Pflanzen dafür, dass sie Früchte tragen. Dies sei die Arbeitsgrundlage der Bäuerinnen und Bauern, die mit ihren Lebensmitteln die Bevölkerung ernähren.

„Bienen(T)raum“ soll für die Bienen den Lebensraum erweitern. Damit sie auch nach der Apfelblüte eine gefüllte Speisekammer mit nektar- und pollenreichen Pflanzen vorfinden, sollen nun vielerorts im Land Wildblumenweiden aus dem Boden sprießen – zum Beispiel daheim im Garten. „Wir haben 5000 Samentüten mit einer einheimischen Wildblumenmischung in allen Südtiroler Gartenmärkten der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft verteilt. Die Kunden können sie kostenlos mitnehmen“, sagte SBJ-Landesleiterin Angelika Springeth. Eine Tüte reicht für eineinhalb Quadratmeter.

„Wer eine freiwillige Spende in die SBJ-Spendenbox gibt, kann doppelt Gutes tun“, erklärte Springeth. Denn mit dem Geld würden in den Geschützten Werkstätten Insektenhotels gekauft, die die SBJ-Ortsgruppen in ganz Südtirol verteilen. So entstehen Brut- und Wohnplätze für Wildbienen und andere Insekten.

Zugleich läuft ein Fotowettbewerb. Bis zum 27. Mai können Bilder von sich bei der Aussaat an [email protected] geschickt werden. Anzugeben sind Name, Wohnort und Telefonnummer. Ein „Sumsi“-Sonderheft zum Thema liegt in den Raiffeisenkassen auf. So soll schon früh das Bewusstsein für Natur geweckt werden. Gerne mitgemacht hat auch die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft, wie Koordinator Michael Puntaier betonte. „Wir müssen das Ökosystem erhalten und verbessern – alle gemeinsam“, sagte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.

br

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