Dienstag, 22. Januar 2019

Bikini-Bergsteigerin tödlich verunglückt

Eine durch Bikini-Fotos von Berggipfeln bekannt gewordene Wanderin ist in Taiwan tödlich verunglückt. Gigi Wu stürzte am Samstag im Yushan-Nationalpark in eine Schlucht und verletzte sich schwer, wie die Rettungskräfte am Dienstag mitteilten. Schwer verletzt setzte sie über ein Satellitentelefon einen Hilferuf ab, doch konnten die Rettungskräfte nicht schnell genug zu ihr gelangen.

Von jedem Gipfel, den sie erklomm, machte die Taiwanesin Gigi Wu ein Bikini-Selfie. Am Wochenende ist sie tödlich verunglückt. - Foto: Facebook
Von jedem Gipfel, den sie erklomm, machte die Taiwanesin Gigi Wu ein Bikini-Selfie. Am Wochenende ist sie tödlich verunglückt. - Foto: Facebook

Der Leichnam der Frau wurde dann am Montag entdeckt. Wu sei zwischen 20 und 30 Meter in die Tiefe gestürzt, sagte ein Vertreter der Rettungskräfte. Sie habe Freunden am Telefon gesagt, dass sie ihren Unterleib nicht mehr bewegen könne. Demnach gab sie aber noch ihre Koordinaten durch.

Wegen schlechten Wetters konnten Hubschrauber allerdings nicht zur Unglücksstelle fliegen. Ein Rettungsteam brauchte zu Fuß 28 Stunden, um zu der verunglückten Wanderin zu gelangen – jede Hilfe kam aber zu spät. 

Die Taiwanesin war in den sozialen Netzwerken durch ihre Bikini-Selfies von Berggipfeln bekannt geworden. Die 36-Jährige erklomm die Gipfel in ihrer Wanderkleidung und zog sich dann um. Dem taiwanesischen Sender FTV sagte sie vergangenes Jahr, sie habe in vier Jahren mehr als 100 Gipfel bestiegen.

„Ich habe auf jedem der 100 Berge einen Bikini angezogen“, sagte sie damals. „Ich habe nur rund 97 Bikinis, also habe ich versehentlich manche mehrfach angezogen.“ In Taiwan gibt es eine Reihe von mehr als 3000 Meter hohen Bergen. Im Winter fallen die Temperaturen regelmäßig deutlich unter null Grad Celsius.

apa/afp

stol