Hintergrund: Damit Bewohner von Grenzgemeinden wie Sterzing, Brenner, Toblach, Innichen oder Glurns nicht zum Tanken ins Ausland pilgern, hat das Land vor einigen Jahren für jene Bürger Verbilligungen eingeführt.Wird an der heimischen Tankstelle das Fahrzeug aufgefüllt, werden 70 Prozent der Differenz zwischen den durchschnittlichen Treibstoffpreisen in Südtirol und den Nachbarstaaten zurückerstattet.Ein Beispiel: Kostet in Südtirol ein Liter Benzin durchschnittlich rund 1,8 Euro und in den Nachbarstaaten 1,4 Euro, zahlt das Land nach dem Tanken 28 Cent zurück.Ein Dienst, der der öffentlichen Hand in den vergangenen vier Jahren über 2,317 Millionen Euro gekostet hat, wie aus einer Landtagsanfrage des Freiheitlichen Pius Leitner hervorgeht. Rund 14.000 Bürger haben seit 2008 vom billigeren Tanken Gebrauch gemacht.Loch von 30 Millionen Euro: „Nicht finanzierbar“Die Maßnahme auf ganz Südtirol auszuweiten, kommt für Landeshauptmann Arno Kompatscher allerdings nicht in Frage.Die Ausweitung würde den Landeshaushalt mit 33 Millionen Euro belasten und sei somit – nachdem bereits die Verminderung von Irap und Irpef-Zuschlag mit 90 Millionen Euro zu Buche schlage – „nicht finanzierbar“.stol