Welche Projekte der Stadtverwaltung bereits laufen und was in Bozen noch geplant ist, das hat Umweltstadtrat Marco Caruso kürzlich erklärt.<BR /><BR /><BR /> 17 Vorschläge hat die Opposition kürzlich zum Thema im Gemeinderat eingebracht. Dazu gehören die Pflanzung von mindestens 400 neuen Bäumen pro Jahr, ein Entsiegelungsprogramm, mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen, neue Springbrunnen, Kneipp-Parcours und Sprühnebelanlagen in den am stärksten frequentierten öffentlichen Räumen, die schrittweise Beschattung der Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs und ein frei zugängliches und nichtkommerzielles kommunales Netzwerk von „Klimazufluchtsorten“. Gefordert wird auch ein kostenloser Zugang zum städtischen Schwimmbad für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen, ein Zeitplan für Maßnahmen zur Reduzierung von Wärmeinseln auf Plätzen und Straßen sowie ein Badesee an Talfer oder Eisack. <BR /><BR />Genehmigt wurden die Vorschläge der Opposition vom Gemeinderat nicht. <BR /><BR /> Umweltstadtrat Marco Caruso kündigte stattdessen im Namen der Stadtverwaltung eine Reihe von Maßnahmen an, die teilweise bereits umgesetzt worden seien oder sich in Planung befänden. Die Gemeinde habe bereits im Jahr 2020 erkannt, dass Wärmeinseln ein Problem seien, betonte Caruso. Einige Initiativen gegen die Hitze in der Stadt seien im Grünflächenplan bereits vorgesehen, manche davon inzwischen umgesetzt. Schon im Sommer 2025 habe für alle Stadtviertel eine Bestandsaufnahme zu mehreren Themen begonnen, darunter Verschattung, Springbrunnen – auch in den Parks – und Entsiegelung. Diese solle im September abgeschlossen werden. <BR /><BR />Der Weg sei vorgezeichnet, so Caruso, der für die kommenden Jahre ein Entsiegelungsprogramm sowie die verpflichtende Pflanzung von mindestens 100 Bäumen pro Jahr ankündigte. Caruso kündigte zudem „mehr Oberflächengrün für die Beschattung von Plätzen“ an. Da auf mehreren Plätzen wegen der darunterliegenden Garagen keine Bepflanzung möglich sei, setze die Gemeinde auf „drei mal drei Meter große Behälter mit Bäumen, die verpflanzt werden, sobald sie zu groß werden“, sagte der Stadtrat. Dabei werde auch statisch geprüft, ob die Plätze das Gewicht der bereits bestellten Behälter sicher aufnehmen könnten. <BR /><BR />Einen Badesee an der Talfer, wie von der Opposition vorgeschlagen, werde es nicht geben, sagte Caruso. Das sei zu gefährlich, etwa wenn nachts jemand hineinfalle. Für eine solche Anlage seien Bademeister nötig, zudem könne bei einem Badeteich die Sicherheit nicht rund um die Uhr gewährleistet werden. <BR /><BR />„Das Lido ist der Ort in Bozen, wo man baden kann“, erklärte er. Dennoch werde entlang der Talfer ein Zugang zum Wasser für Menschen und Tiere geschaffen, betonte der Umweltstadtrat. Am linken Ufer der Talfer werde ein Seitenarm in Form eines Altarms entstehen. Ein weiterer, derzeit nicht genutzter Seitenarm am Eisack werde wieder geöffnet. Einen Zeitrahmen nannte Caruso nicht. Außerdem prüfe die Gemeinde mithilfe von Satelliten- und Drohnenaufnahmen die Auswirkungen von Gründächern, sagte der Stadtrat.