Der Tag des geweihten Lebens wird seit 1997 in der gesamten katholischen Kirche begangen und ist mit dem Fest der Darstellung des Herrn am 2. Februar verbunden. Er rückt das Wirken von Ordensfrauen und Ordensmännern sowie von Mitgliedern der Säkularinstitute in den Mittelpunkt und lädt dazu ein, das geweihte Leben als eigenständige und tragende Form kirchlichen Lebens wahrzunehmen.<BR /><BR />In der Diözese Bozen-Brixen sind derzeit 17 männliche Ordensgemeinschaften, 17 weibliche Ordensgemeinschaften sowie 7 Säkularinstitute präsent. Insgesamt gehören ihnen 229 Ordensfrauen und 165 Ordensmänner an, die in Seelsorge, Bildung, sozialem Engagement und im geistlichen Leben tätig sind. Der Tag des geweihten Lebens bietet einen Rahmen, dieses vielfältige Wirken sichtbar zu machen.<h3> Tullio Poli neuer Diözesanreferent </h3>Bei der Vesper am Sonntag wurde Kanonikus Tullio Poli den Ordensgemeinschaften offiziell vorgestellt. Er folgt auf Schwester Mirjam Volgger, die nach Rom berufen wurde, wo sie das Amt der stellvertretenden Generaloberin der Tertiarschwestern übernommen hat. Tullio Poli, 74 Jahre alt, hat mehrere Bücher zu spirituellen Themen veröffentlicht und viele Jahre im Vatikan gearbeitet. Seit seiner Rückkehr nach Südtirol im Jahr 2021 ist er Domkapitular in Brixen, Aushilfspriester und geistlicher Begleiter.<BR /><BR />In seinem Beitrag während der Vesper erinnerte Poli daran, dass Ordensleben vor allem bedeutet, den christlichen Glauben im Alltag konsequent zu leben, aus ihm heraus zu handeln und sich am Evangelium zu orientieren. Das geweihte Leben sei, so Poli, ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Glaube Menschen tragen könne und eine besondere Form, den christlichen Glauben bewusst zu leben und für andere sichtbar zu machen.