Freitag, 01. Januar 2016

Bischof Muser ermutigt zu einer „Kultur der Barmherzigkeit“

Am Hochfest der Gottesmutter Maria hat Bischof Ivo Muser im Wallfahrtsort Maria Weißenstein die dritte Pforte der Barmherzigkeit in der Diözese Bozen-Brixen geöffnet und zu einer „Kultur der Barmherzigkeit“ aufgerufen.

Foto: Diözese
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Foto: Diözese

Bevor Bischof Ivo Muser die Heilige Pforte öffnete, hat er mit einem Hammer an die Pforte geklopft und dabei in Anlehnung an den Psalm 118 die Worte gesprochen: „Öffnet die Tore der Gerechtigkeit; lasst uns eintreten, um dem Herrn zu danken.“

Ein Diakon übergab Bischof Muser dann das Evangeliar. Mit diesem trat der Bischof über die Türschwelle und setzte die Prozession bis vor den Volksaltar der Basilika fort.

Dort spendete er mit dem Evangeliar den Segen, bevor die liturgische Feier fortgesetzt wurde. In seiner Predigt hat Bischof Muser zu einer „Kultur der Barmherzigkeit“ ermutigt.

„Wo junge Menschen bei ihren eigenen Eltern die Erfahrung machen dürfen, dass es auch noch andere Werte gibt als das Geld; wo Menschen bereit sind, auch Berufe im sozialen und karitativen Bereich auszuüben; wo geistliche Berufe gewollt und gefördert werden; wo alte und kranke Menschen erfahren dürfen, dass sie noch wertvoll sind; wo Menschen mit gescheiterten Beziehungen nicht allein gelassen werden – dort entsteht in Ansätzen eine Kultur der Barmherzigkeit, eine Atmosphäre, in der das Leben in all seinen Formen und in all seinem Reichtum gewollt, geschützt, gefördert und geliebt wird“, so der Bischof, der dazu eingeladen hat, über den Wert des Lebens und die christliche Verantwortung gegenüber dem Leben nachzudenken – vor allem hinsichtlich des ungeborenen Lebens, der alte und kranken Menschen, der Flüchtlinge.

Der Weltfriedenstag zu Neujahr will zudem anregen darüber nachzudenken, wo jede und jeder Einzelne Friedensstifter oder Friedensvergifter ist – in der eigenen Ehe und Familie, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Verwandtschaft, zwischen den Volksgruppen.

„Die erste Abrüstung beginnt immer in unseren Gedanken und Worten“, so Bischof Muser.

stol

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