Der Tisner Pfarrer hatte geplant, dem Bischof eine fixfertige Werkstatt zu präsentieren. Es gibt aber Verzögerungen, was die Feierstimmung aber nicht schmälerte. <BR /><BR />Auf seiner Tour durch Tansania in Ostafrika war die Südtiroler Delegation mit Diözesanbischof Ivo Muser und Generalvikar Eugen Runggaldier an der Spitze gestern in Msindo zu Gast: Im Heimatdorf des Tisner Pfarrers Tumaini Ngonyani zelebrierte der Bischof mit mehreren Priestern ein Pontifikalamt und segnete die im Bau befindliche Werkstatt zur Produktion von Dreirädern und Rollstühlen für Menschen mit Beeinträchtigung sowie einen Rettungswagen. Der Tisner Pfarrer hatte eigentlich geplant, der Südtiroler Delegation um Bischof Ivo Muser eine fixfertige Werkstatt zu präsentieren. <BR /><BR />Es gibt aber Verzögerungen, was die Feierstimmung aber nicht schmälerte. In dem Gebäude wird auch eine Nähschule unterkommen, für die der Lananer Elisabethverein bekanntlich Näh- und Strickmaschinen gesammelt hat. <h3> „Die Hilfe aus Südtirol kommt an“</h3> Bischof Muser zeigte sich vom sozialen Engagement Ngonyanis sehr begeistert, zumal in der Werkstatt auch in erster Linie Menschen mit Beeinträchtigung eine Arbeit finden werden. Geld aus der Sternsingeraktion und Christophorus-Aktion 2023, von Missio Bozen-Brixen und auch Spenden aus den Pfarreien Tisens und Stegen sowie des Lananer Elisabethvereins sind in das Projekt geflossen.<BR /><BR /> „Die Hilfe aus Südtirol kommt an und sie erleichtert das Leben der Menschen hier in Msindo“, bestätigte der Bischof den „Dolomiten“. „Beeinträchtigte Menschen stehen im Mittelpunkt. Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe und Weiterarbeit.“ Solidarität, Dankbarkeit und Hoffnung hätten die gelungene Feier am Fest des hl. Jakobus des Älteren geprägt. <BR /><BR />„Diese Tage hier in Tansania sind geprägt von vielen menschlichen Begegnungen, von lebendigen Glaubensfeiern und von der Bereitschaft, voneinander zu lernen: 10 Gastseminaristen aus 6 tansanischen Diözesen bereiten sich in unserer Diözese Bozen-Brixen auf ihre Priesterweihe vor, und ein Priester aus Tansania, Pfarrer Tumaini Ngonyani, arbeitet bei uns in Tisens und in 2 Pfarreien des Deutschnonsbergs“, erinnerte der Bischof. Es sei ein Geschenk, „dass wir keine Nationalkirche sind, sondern zur weltweiten, katholischen Kirche gehören dürfen“. <h3> Dank des Bischofs</h3>Zudem betonte der Oberhirte der Diözese Bozen-Brixen: „Ich sage auch all jenen ein aufrichtiges Vergelt’s Gott, die durch ihre Spenden das Projekt von Msindo und mehrere andere Projekte hier in Tansania mittragen und unterstützen.“ Pfarrer Tumaini Ngonyani hofft nun, dass die Werkstatt bald fertiggestellt, eingerichtet und in Betrieb genommen werden kann. <BR /><BR />„Auch ich danke den bisherigen Spendern und freue mich über jede weitere Unterstützung, denn mit den bisher geschätzten Kosten von rund 120.000 Euro für die Werkstatt werden wir leider nicht durchkommen“, sagte der Pfarrer, der sich auch über einige seiner Schäfchen aus der Pfarrei Tisens bei der Feier in Msindo gefreut hat. Mit seinem Verein Rifo will Pfarrer Ngonyani nun Schritt für Schritt auf dem bereits angekauften, etwa 15 Hektar großen Grundstück in Msindo eine Handwerkerzone verwirklichen.<BR /><BR /> „Die von unserem Bischof gesegnete, im Bau befindliche Werkstatt ist der erste Schritt“, sagte der 50-Jährige. Es sollen unter anderem noch Schuster-, Schneider- und Tischlerwerkstätten entstehen. <BR /><BR />„Von dieser großen Zone werden dann in erster Linie Menschen mit Beeinträchtigung, Kinder und Erwachsene, aus der rund 500.000 Einwohner zählenden Region Ruvuma, zu der auch Msindo gehört, profitieren“, betonte der beliebte Pfarrer von Tisens, Unsere Liebe Frau im Walde und St. Felix.