„Ungeschminkt werden wir heute an die Vergänglichkeit des Menschen und alles Irdischen erinnert“, sagte am Aschermittwoch Bischof Ivo Muser in seiner Predigt.Die Fastenzeit beginnt mit einem starken Zeichen - dem Zeichen der Asche. Die Asche für das „Aschenkreuz“ wird aus den Palmzweigen des Vorjahres gewonnen, die verbrannt werden. Die Asche verweist damit auf Jesus, der an Ostern als Sieger gefeiert wird - auf ihn hin soll die Umkehr erfolgen. Deshalb empfangen Christen diese Asche im Zeichen des Kreuzes, d.h. im Zeichen der Hoffnung und des Heils.Liturgische Bußzeit allein genügt nichtBischof Muser gab in seiner Predigt zu bedenken, dass ein eine liturgische Bußzeit allein noch nicht genügt. Vielmehr geht es um ein konkretes Handeln das am heutigen Aschermittwoch mit folgenden Worten zum Ausdruck kommt: „Kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Versöhnung ist das wichtigste Fastenprogramm. Ohne die Bereitschaft zur Versöhnung sind alle Fastenvorsätze umsonst und eine subtile Form, um uns selber zu kreisen“, so der Bischof.Bischof spricht Rolle des Kreuzes anBischof Muser stellte die Frage, ob es im öffentlichen Raum religiöse Zeichen geben darf: „Das Kreuz ist nicht zuerst Zeichen einer Kultur oder einer bloß menschlichen Solidarität, sondern vor allem das Zeichen des christlichen Bekenntnisses zum menschgewordenen, gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Das Kreuz Jesu will uns als Christen prägen und verändern.“Seligsprechung von Josef Mayr-Nusser steht anIn der Mitte der Fastenzeit findet im Bozner Dom die Seligsprechung von Josef Mayr-Nusser statt. Auch an diesen „Zeugen für Jesus Christus“ hat Bischof Muser in seiner Predigt erinnert und damit an den Hirtenbrief angeknüpft, der den Titel "Mit Josef Mayr-Nusser unser Gewissen bilden" trägt und am Mittwoch veröffentlicht wurde.stol