Montag, 20. November 2017

Bischofsweihe im Vatikan

Am 16. Dezember um 11 Uhr wird Giovanni Pietro Dal Toso im Petersdom zum Bischof geweiht. Bischof Ivo Muser ist Mitkonsekrator und alle Interessierten können mit einem Pilgerbus nach Rom mitfahren.

Mon. Giovanni Pietro Dal Toso wird im Vatikan zum Bischof geweiht. - Foto: Diözese Bozen-Brixen
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Mon. Giovanni Pietro Dal Toso wird im Vatikan zum Bischof geweiht. - Foto: Diözese Bozen-Brixen

Die Bischofsweihe überträgt die Fülle des Weihesakramentes, macht den Bischof zum rechtmäßigen Nachfolger der Apostel, gliedert ihn in das Bischofskollegium ein, wo er mit dem Papst und den anderen Bischöfen die Sorge für die ganze Kirche teilt, und verleiht ihm das Amt des Lehrens, der Heiligung und des Leitens.

Mons. Giovanni Pietro Dal Toso wird vom Kurienkardinal Fernando Filoni im Petersdom zum Bischof geweiht. Mitkonsekratoren sind Bischof Ivo Muser und Kurienkardinal Paul Josef Cordes. Das diözesane Pilgerbüro organisiert zu diesem freudigen Anlass einen Pilgerbus nach Rom. Interessierte mögen sich baldmöglichst unter der Telefonnummer 0471/306222 anmelden.

Weihe

Die Bischofsweihe erfolgt nach dem Wortgottesdienst durch Handauflegung und Gebet. Die Weihehandlung beginnt mit dem Versprechen des Erwählten. Darauf folgt die Allerheiligenlitanei, die in die Fürbitt-Litanei mündet. Im Anschluss daran kniet sich der Kandidat vor den Hauptzelebranten, Kurienkardinal Fernando Filoni.

Unter Stillschweigen legen dieser, die zwei Mitkonsekratoren Bischof Ivo Muser und Kurienkardinal Paul Josef Cordes und alle anderen anwesenden Bischöfe dem Erwählten die Hände auf.

Während des Weihegebetes wird das geöffnete Evangelienbuch über dem Haupt des Bischofs gehalten. Das bedeutet, dass der Dienst des Bischofs ganz aus dem Wort Gottes erwächst, dem er sich unterstellt weiß. Hauptaufgabe des Bischofs ist es, das Evangelium so zu verkündigen, dass er „in der Kraft des Geistes die Menschen zum Glauben ruft oder im lebendigen Glauben stärkt“.

Nach dem Weihegebet folgen die Salbung mit Chrisam, die Übergabe des Evangelienbuchs und der bischöflichen Insignien (Ring, Mitra und Stab) und der Friedensgruß. Da Dal Toso nicht zum Diözesanbischof geweiht wird, entfällt die sogenannte Inbesitznahme der Diözese, die dadurch zum Ausdruck kommt, dass sich der Bischof auf die Kathedra setzt. Aus demselben Grund wird Dal Toso nach dem Friedensgruß auch nicht der Eucharistiefeier vorstehen. 

Tätigkeit

Dal Toso wird bei der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und als Präsident der Päpstlichen Missionswerke in Rom arbeiten. Die Kongregation für die Evangelisierung der Völker leitet und koordiniert die missionarische Tätigkeit der Kirche. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Weckung von geistlichen Berufungen in den Missionsländern sowie der Aufbau lokaler kirchlicher Strukturen. Sie sammelt auch materielle Hilfsmittel für die Missionstätigkeit. Zur Kongregation gehört auch das Leitungsgremium der „Päpstlichen Missionswerke“. Zu ihren Aufgaben gehören die Förderung des Missionsbewusstseins und des Bewusstseins für die Weltkirche sowie die materielle Unterstützung der Missionsarbeit. 

Am 6. Jänner 2018 um 10 Uhr wird Erzbischof Dal Toso auf Einladung von Bischof Ivo Muser im Dom von Brixen dem Festgottesdienst vorstehen.

Bischofs-Wappen und -Motto

Wappen: Das Osterlamm ist das Wappen der Diözese Bozen-Brixen. Es symbolisiert Christus, auf den Johannes der Täufer hingewiesen hat und der in der Heiligen Schrift im Buch der „Offenbarung“ beschrieben wird. Jesus ist das Opferlamm, der durch seinen Tod und seine Auferstehung alle Menschen befreit und rettet. ER muss in allen Christen wachsen; ER will in allen Menschen Platz finden, um ihnen ewiges Leben zu schenken. Der Stern stellt Maria dar – „Maris stella“, nach einem alten Hymnus. Maria ist der Stern der Neuevangelisierung und zeigt den Weg zu Christus.

Motto: Oportet illum crescere (Joh 3,30) [Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden] 

stol

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