Und zwar ganze fünf Monate lang: Von 8. Februar bis 9. Juli 2027 werde eine Totalsanierung des maroden deutschen Schienennetzes zu einer Sperre des Deutschen Ecks zwischen Freilassing und Rosenheim führen, so ÖBB-Generaldirektor Andreas Matthä.<BR /><BR />Laut tt.com hätten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) deshalb gemeinsam mit der Deutschen Bahn umfassende Ersatz- und Umleitungskonzepte erarbeitet. Für Fahrgäste auf der Weststrecke nach Tirol, Vorarlberg und Zürich bzw. in umgekehrter Richtung sollen je nach Reiseziel durchgehende Zugverbindungen mit längeren Fahrzeiten von bis zu 120 Minuten oder Reiseketten mit Schienenersatzverkehr zur Verfügung stehen. Railjets von Wien nach München und retour sollen über Passau umgeleitet werden.<h3> Westbahn fährt fünfmal täglich</h3>Die Westbahn kündigt an, dass es weiter täglich fünf Verbindungen von und nach Tirol geben werde. Daher werde man einen eigenen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Salzburg und Tirol einrichten<BR /><h3> Erweitertes Angebote – Kooperation mit Trentitalia</h3>Einen Ausbau nach der Koralmbahn-Öffnung vor allem in Südösterreich bringt der neue Fahrplan der ÖBB, der am 13. Dezember in Kraft treten wird. Zudem sollen die Fahrgäste von mehr Direktverbindungen innerhalb Österreichs, neuen Angeboten nach Deutschland, Italien, Serbien und Slowakei sowie von neuen Fahrzeugen profitieren, kündigt Matthä gegenüber tt.com an.<BR /><BR />Ab Sommer 2027 wird – wie berichtet – das Bahnangebot nach Italien ausgebaut. In Kooperation mit der Deutschen Bahn und der Trenitalia bieten die ÖBB den Hochgeschwindigkeitszug „Frecciarossa“ für Reisen von München über Innsbruck nach Mailand bzw. Rom an.<h3> Neue Züge rollen an – Umstieg am Brenner entfällt</h3>Die Erweiterung der ÖBB-Flotte werde auch 2027 fortgesetzt. Zwischen 2024 und 2030 werden 6,1 Mrd. Euro für 330 neue Züge investiert. „30 Prozent sind bereits eingeflottet“, so Matthä. Im Nahverkehr kommen 2027 weitere 27 Cityjet-Doppelstockzüge dazu. <BR /><BR />Für den grenzüberschreitenden Nahverkehr zwischen Nordtirol und Südtirol sind sechs neue Coradia Stream-Züge vorgesehen, damit entfalle der Umstieg am Brenner, so Matthä.<BR /><BR />Auch im Fernverkehr sollen weitere moderne Fahrzeuge eingesetzt werden: Zehn Railjets der neuen Generation und 14 neue Railjet-Doppelstockzüge erweitern künftig die ÖBB-Flotte. 2026 wurde die ÖBB-Flotte um etwa 80 Fahrzeuge erweitert, 2027 sollen 57 weitere dazukommen. Das größte Beschaffungsprogramm der ÖBB-Geschichte sei auf Schiene, sagt Matthä.<h3> Bahntickets 3,5 Prozent teurer</h3>Der Ticketverkauf für 2027 startet ab sofort. Die Preise erhöhen sich im Durchschnitt um 3,5 Prozent. Trotz einiger Streckensperren erwarten die ÖBB stabile Fahrgastzahlen im Nahverkehr und ein weiteres Plus im Fernverkehr: „Wir rechnen hier mit einem deutlichen Plus von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“