Montag, 05. September 2016

Blauzungenkrankheit in Belluno:Tiere müssen dort bleiben

Unter den Tieren, die derzeit in der Provinz Belluno weiden, ist die Blauzungenkrankheit ausgebrochen. Damit die Tierseuche nicht weiter ausgebreitet wird, darf auch das aus Südtirol stammende Vieh vorerst nicht in seine Heimat zurückgebracht werden.

Schafe, aber auch Kühe und Ziegen, die momentan in Belluno weiden, dürfen vorerst nicht in die Heimat zurück. - Foto: LPA
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Schafe, aber auch Kühe und Ziegen, die momentan in Belluno weiden, dürfen vorerst nicht in die Heimat zurück. - Foto: LPA

Derzeit alpen 354 Südtiroler Betriebe insgesamt 2837 Tiere, mehrheitlich Rinder, aber auch Schafe und Ziegen, auf Almen der Provinz Belluno, berichtet Landestierarzt Paolo Zambotto.

Am Montagnachmittag hat er nach der Verfügung des Gesundheitsministeriums ein Rundschreiben an alle Südtiroler Amts- und Betriebstierärzte, Rinderzuchtverbände und den Verband der Kleintierzüchter verschickt: Ab sofort unterliegt die Verlegung der für Blue Tongue anfälligen Tiere aus den Provinzen Belluno und Treviso den Einschränkungen gemäß den ministeriellen Verfügungen. 

Die Südtiroler Tiere, die sich derzeit auf Almen in der Provinz Belluno aufhalten, dürfen somit derzeit nicht in ihre heimischen Ställe zurückkehren. Bevor sie zurückkommen, muss das Vieh spezifischen Proben unterzogen werden. "Bis dato ist es uns immer gelungen, Südtirol von dieser Krankheit zu verschonen", unterstreicht Landestierarzt Zambotto.

Krankheit für Menschen ungefährlich, für Tiere nur selten tödlich

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease) ist eine Viruserkrankung von Wiederkäuern. Die Bezeichnung leitet sich von der blauen Farbe der Zunge ab, einem der Symptome bei Krankheitsausbruch. Die Erkrankung ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen ungefährlich. Auch für die betroffenen Tiere ist sie nur in seltenen Fällen tödlich.

stol/LPA 

stol