Montag, 24. August 2015

Bletterbachschlucht: Hoffnung auf weitere Fossilien

Wie geht es weiter mit der Forschung in der Bletterbachschlucht? Diesem Thema haben sich am Montag mehrere Wissenschaftler gewidmet, die die vergangenen und kommenden zehn Jahre ins Visier genommen haben.

Die Bletterbachschlucht
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Die Bletterbachschlucht - Foto: © D

Seit der Eröffnung des GEOPARC Bletterbach vor zehn Jahren arbeiten die Verwaltung der gemeindeeigenen Einrichtung und das Naturmuseum bei der Erforschung der geologischen und paläontologischen Schätze der Schlucht eng zusammen, unter anderem in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zu den Pflanzenfossilien.

Bei einem runden Tisch zum zehnjährigen Jubiläum des GEOPARC blickten internationale Experten auf die Wissenschaftsarbeit der vergangenen Jahre zurück und definierten die Schwerpunkte der zukünftigen Forschung in der Bletterbachschlucht.

 

Foto: Naturmuseum

 

Dass es in Sachen Wissenschaft und Forschung rund um die Bletterbachschlucht noch vieles zu tun gibt, darüber war sich das internationale Forschungsteam zu Wochenbeginn im Naturmuseum Südtirol einig: Rainer Brandner (Universität Innsbruck - Schwerpunkt Geologie der Dolomiten), Piero Gianolla (Universität Ferrara - wissenschaftlicher Berater des UNESCO Welterbes Dolomiten), Michael Hautman (Universität Zürich - Spezialist für fossile Muscheln), Evelyn Kustatscher (Naturmuseum Südtirol - Spezialistin für fossile Pflanzen), Massimo Bernardi (MUSE - Spezialist für fossile Wirbeltiere) und Andrea Tintori (Universität Mailand - Spezialist für fossile Fische) diskutierten über das zukünftige Potential der Bletterbachschlucht und machten dabei vor allem den hinteren Teil der Schlucht für ihre zukünftige Arbeit aus: Der gefundene Wirbelknochens eines Meeressauriers und die Kiefernplatte eines Fisches in den vergangenen Jahren machen Hoffnung auf weitere wichtige Funde. 

Bletterbachschlucht international von wissenschaftlicher Relevanz

In einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geologie sollen zudem die Mineralien der Knappenlöcher studiert und ein geologisches 3-D-Modell für die Schlucht erstellt werden. „Verschiedene Publikationen in hochrangigen Journals zeigen, dass der Bletterbach und seine fossilen Funde nicht nur für Südtirol von Bedeutung sind, sondern auch auf internationalem Parkett wahrgenommen werden und mittlerweile einen großen wissenschaftlichen Stellenwert innehaben", unterstrich der Direktor des Naturmuseums Südtirol Vito Zingerle.

lpa/stol

stol