Donnerstag, 05. Mai 2016

Blick in die Zukunft: So soll der neue Theaterplatz aussehen

Über Jahre wurde darüber geredet, nun soll zum Werkzeug gegriffen werden: 2017 wird Meran seinen Theaterplatz umgestalten. Am Mittwoch stellten die Verantwortlichen das engagierte Projekt vor: In nur 120 Arbeitstagen soll der Platz komplett umgestaltet werden.

Der Theaterplatz sei derzeit "inakzeptablem Zustand", sagt Stadtrat Zanella. Zeit für eine gründliche Umgestaltung, meint die Gemeinde. 2017 soll damit begonnen werden.
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Der Theaterplatz sei derzeit "inakzeptablem Zustand", sagt Stadtrat Zanella. Zeit für eine gründliche Umgestaltung, meint die Gemeinde. 2017 soll damit begonnen werden. - Foto: © D

"Bei Großprojekten wie diesem ist es wichtig, die Bevölkerung frühzeitig zu informieren, damit sich alle Betroffenen auf die vorübergehenden Einschränkungen durch die Baustelle einstellen können", meint Bürgermeister Paul Rösch. Zusammen mit Stadträtin Madeleine Rohrer, den Stadträten Stefan Frötscher und Diego Zanella, den Stadtpolizeikommandanten Fabrizio Piras sowie den beauftragten Technikern, Ingenieur Mario Volante (technisches Projekt) und Architektin Heike Pohl (Gestaltungskonzept), stellte Rösch am Mittwochabend das Projekt für den Theaterplatz bei einem öffentlichen Informationsabend in Meran vor.

„Ziel des Projektes ist es, den Fahr- und Fußgängerverkehr neu zu regeln und sicherer zu gestalten“, erklärte Stadtrat Frötscher. Wie das geschehen soll? Kritische Stellen am Platz sollen entschärft, architektonische Barrieren abgebaut werden. Plus: Fußgänger sollen mehr Raum bekommen.

Stadtpolizei Kommandant Piras erklärte die wichtigsten Neuerungen in verkehrstechnischer Hinsicht. „Anstelle der bestehenden Ampelanlage wird ein kleiner Kreisverkehr errichtet. Die Bushaltestellen werden in den unteren Abschnitt der Freiheitsstraße, der Wartebereich für die Taxis hingegen in die Carduccistraße verlegt.“

Der Plan steht: So soll der Meraner Theaterplatz künftig aussehen. - Foto: Gemeinde Meran

 

Weitere Änderungen: Der Straßenbelag soll mit Porphyr-Steinen in grau und rot vollständig erneuert werden. Das Stadttheater soll in den Fokus gerückt werden. Gegenüber des Theaters sollen fünf hochstämmige Blauglockenbäume gepflanzt werden.

So weit, so gut. Doch sind sich die Verantwortlichen auch bewusst, „dass die Arbeiten besonders für Anrainer und Wirtschaftstreibende Unannehmlichkeiten mit sich bringen werden", sagte Stadtrat Zanella – und drückt aufs Gaspedal: Innerhalb 120 Arbeitstagen wolle man nicht nur den „inakzeptablen“ Zustand des Theaterplatzes beheben, sondern auch sämtliche Infrastrukturen wie Strom- und Wasserleitungen, erneuern. Zudem werde man in dieser Zeit auch das Fernwärmenetz und das Glasfasernetz ausbauen, betonte Zanella.

Gearbeitet werden soll ab 9. Jänner bis 22. Mai in drei Baulosen: Das erste Baulos (insgesamt 51 Arbeitstage, vom 9. Jänner bis 21. März) betrifft den größten Teil des Theaterplatzes, der in diesem Zeitraum für den Verkehr komplett gesperrt wird. Das zweite Baulos (insgesamt 28 Arbeitsstage, vom 23. März bis 28. April) beschränkt sich auf den Bereich des Platzes zwischen Rennweg, Stadttheater und Hotel Europa. Beim dritten Baulos (18 Arbeitstage, vom 26. April bis 22. Mai) wird schließlich der erste Teil der unteren Freiheitsstraße, dort wo die neuen Bushaltestellen entstehen sollen, neugestaltet.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 800.000 Euro

Foto: Gemeinde Meran

stol