Dienstag, 12. Juni 2018

Blitzerekord in Südtirol

Wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin berichtet, hat es am gestrigen Montag in Südtirol 2100 Blitzeinschläge gegeben.

Am Montag blitzte es 2100 Mal in Südtirol.
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Am Montag blitzte es 2100 Mal in Südtirol. - Foto: © shutterstock

Somit war es der bisher gewitterreichste und blitzreichste Tag in diesem Jahr. Die stärksten Gewitter gab es im unteren Vinschgau: Naturns-Rabland-Partschins waren betroffen. (STOL hat berichtet)

Auch am heutigen Dienstag geht es mit Blitz und Donner weiter, feucht-labile Luftmassen bestimmen das Wetter in Südtirol. Stellenweise können die Gewitter wieder heftig ausfallen. Auch die Gefahr von Hagel und Starkregen besteht. 

Wie entsteht ein Blitz?

Grafik: APA

Wie funktioniert das Südtiroler Blitzortungssystem?

Die von jedem Blitz ausgesandte elektromagnetische Strahlung wird von speziellen Sensoren erfasst und in Echtzeit verarbeitet. Eine solche Antenne (Blitzsensor) befindet sich auch auf dem Turmdach der Europäischen Akademie (EURAC) in Bozen. Um einen Blitz zu orten, muss er von mindestens zwei Sensoren erfasst werden. Über die Laufzeit der elektromagnetischen Welle und die Signalrichtung der Antenne kann die genaue Position des Blitzes berechnet werden. Daher gibt es über ganz Europa verteilt ein homogenes Netz solcher Sensoren.

Genauigkeit des Systems

Laut Angaben der Betreiberfirma NOWCAST werden mehr als 90 Prozent der Bodenblitze registriert bei einer Lokalisierungsgenauigkeit von 150 Metern. Zwischen dem Blitzschlag und dessen Ortung vergehen nur 20-30 Sekunden. Kurze Zeit später wird der Blitz auf der Internetseite des Landeswetterdienstes angezeigt, eine Aktualisierung erfolgt alle fünf Minuten.

stol

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