Freitag, 27. Dezember 2019

Blutiger Streit in Pfarrhaus – Polizei sucht nach dem Messerstecher

Nach einem eskalierten Streit in einem Pfarrhaus im Erzgebirge ist laut Polizei noch nicht klar, wer genau zugestochen hat. Gute Nachrichten gibt es zum Gesundheitszustand des schwer verletzten Helfers.

Es ist noch nicht klar wer zugestochen hat. (Schmuckbild)
Es ist noch nicht klar wer zugestochen hat. (Schmuckbild) - Foto: © dpa

Der bei einer Feier an Heiligabend schwer verletzte Helfer im Erzgebirge ist weiter auf dem Weg der Besserung. Der 51-Jährige habe inzwischen die Intensivstation verlassen, sagte Superintendent Dieter Bankmann am Freitag. Der Mann war mit einem Stich verletzt worden, als er bei der Feier für Bedürftige in einem Pfarrhaus im sächsischen Aue-Bad Schlema einen Streit unter Asylbewerbern schlichten wollte. Wer genau zugestochen hat, ist nach Angaben der Polizei vom Freitag noch nicht geklärt.

In dem Gemeindesaal war ein Streit zwischen mehreren Männern eskaliert. Ein 53 Jahre alter Verdächtiger aus Syrien sitzt wegen Anstiftung zum versuchten Totschlag in U-Haft. Neben dem 51 Jahre alten Deutschen wurde ein 34-jähriger Iraner leicht verletzt. Das Motiv für den Streit ist unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft versuchen dies ebenso zu klären wie die Frage, wer an der Auseinandersetzung in welcher Form beteiligt war.

Trotz des Vorfalls wolle die Kirche grundsätzlich an solchen Veranstaltungen festhalten, sagte der Sprecher der evangelischen Landeskirche, Matthias Oelke. Der Großteil der rund 100 Menschen in Aue habe stundenlang friedlich gefeiert, bis die offensichtlich persönliche Auseinandersetzung eskaliert sei. „Man kann deswegen nicht alle Veranstaltungen absagen“, sagte Oelke.

jot